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November viel zu nass / Temperaturen klettern in zweiter Wochenhälfte / Feuchte Weihnacht

Sturm und Plusgrade: Kein Winter in Sicht

Landkreis. Nach dem turbulenten Wochenauftakt mit Sturm und kräftigen Niederschlägen gibt es nun - zumindest in puncto Wind - eine Wetterberuhigung. Nicht erspart bleibt uns über die ganze Woche leider der Regen. Übeltäter sind atlantische Tiefausläufer, die, eingebettet in eine starke und milde Westströmung, im Zwölf- bis 24-Stunden-Takt über uns hinwegziehen. Gut für die Heizkosten, schlecht für Wintersportler: In der zweiten Wochenhälfte können die Temperaturen sogar noch klettern. Neun bis elf Grad am Tag und sieben bis neun Grad in der Nacht sind möglich, wobei das Sturmpotenzial wieder deutlich zunimmt.

veröffentlicht am 04.12.2007 um 00:00 Uhr

Steigende Temperaturen und weiterhin stürmisch: Unser Bild entst

Autor:

Reinhard Zakrzewski

Dieser November war im Schaumburger Land einer von der schlechteren Sorte. Neben denüberreichlichen Niederschlägen hielt sich auch die Sonne sehr bedeckt. Magere 29 Stunden oder gut die Hälfte des Novembersolls (50 Stunden) erreichte sie in Bückeburg. Wenig gute Laune verbreiteten auch die häufigen und intensiven Niederschläge, die in ihrer festen Form an zwei Tagen in den Niederungen Schneereste zurückließen. 68 Liter/qm betrug die Regensumme am Monatsende in Bückeburg, 37 Prozent über Soll. Dagegen entsprach die Monatswärme mit durchschnittlich 5,8 Grad (plus 0,3 Grad) nahezu dem Klimamittel (1961-1990), obwohl die Zahl der Frosttage (Nachtfrost) mit drei oftmals nur halb so hoch auffiel wie üblich und auch der obligatorische eine Eistag (ganztägig Frost) fehlte. Vergleichsweise verhalten waren die Tagestemperaturen mit maximal 13,6 Grad am 3. November in Bückeburg. Ähnliches galt auch für den Nachtfrost, der nur örtlich unter minus zwei Grad lag (Bückeburg minus 1,7 Grad). Im Vergleich zu großen Teilen Norddeutschlands wies unsere Region einige Besonderheiten auf. Durch den häufigen Nordwestwind stauten sich nämlich die Wolken am Nordrand der Mittelgebirge. Die Folge: Vergleichsweise sehr wenig Sonne, hohe Niederschläge und, durch den oft bedeckten Nachthimmel, nur geringe Nachtfröste. Die Herbstbilanz für das Schauburger Land: fast durchschnittlich sonnig (Bückeburg 296 Stunden, plus fünf Prozent) normal warm und mit 221 Liter/qm Regen mehr als die Hälfte zu nass. Im Dezember nehmen die Temperaturgegensätze als Folge der Polarnacht zwischen den hohen Breiten und den Subtropen erheblich zu. Dies facht die atlantische Westwindzirkulation enorm an. Entsprechend hoch ist die Zahl und Intensität von Sturm- und Orkantiefs, die milde Meeresluft Richtung Europa verfrachten. Verbunden mit diesen Wetterlagen ist das berüchtigte Weihnachtstauwetter. Es beschert uns nach oft frostigen Tagen kurz vor Weihnachten dann ein verregnetes Christfest. In der Region Schaumburger geschieht das acht bis neun mal in zehn Jahren. Statistisch gesehen ist die ersehnte weiße Weihnacht also sehr unwahrscheinlich.



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