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Schützenverein Heeßen hat Finanzprobleme

Sturm "Kyrill" sorgt für Plus in der Kasse

Heeßen (möh). Der Schützenverein Heeßen hat derbe finanzielle Probleme. Paradox: Nur durch einen Sturmschaden am Schützenhaus, den die Versicherung nach Gutachter zahlte, der Verein aber in Eigenleistung reparierte, war es möglich, das vergangene Jahr ohne Minus abzuschließen. Die Jahresversammlung des Schützenvereins beschloss daher, die Mitgliedsbeiträge für Erwachsene um zehn Euro pro Jahr zu erhöhen. Um die Finanzen zu verbessern, möchten die Schützen Heeßen einen Förderverein ins Leben rufen.

veröffentlicht am 26.01.2008 um 00:00 Uhr

Geld, das nicht vorhanden ist, zog sich wie ein roter Faden durch die Jahresversammlung des Schützenvereins Heeßen im "Heeßer Krug". So erläuterte gleich zu Beginn Vorsitzender Gerhard Hasse in seinem Jahresbericht, dass es der Verein "Kyrill" zu verdanken habe, dass man das vergangene Jahr nicht mit einem Minus, sondern mit einem Plus von knapp 200 Euro abgeschlossen habe. Hasse: "Die Versicherung hat den Sturmschaden am Vereinshaus voll bezahlt, aber wir haben die Arbeiten in Eigenleistung ausgeführt." Er bedauerte, dass es nicht gelinge, bei Aktivitäten des Schützenvereins die Heeßer Bürgerinnen und Bürger vom Sofa herunter zu holen. Daher sei es nicht verwunderlich, dass trotz aller bereits vorhandener Einsparungen das Schützenfest 2007 dem Verein ein Minus von 1146 Euro eingebracht habe. Weniger Geld ausgeben: Erstmals in diesem Jahr spendierte der Schützenverein für seine Mitglieder zur Jahresversammlung kein Essen. Hasse: "Aber auch diese Sparmaßnahme hilft dem Verein nicht weiter." In die gleiche Kerbe schlug Kassenwart Heiner Meier. So seien Heizkosten im vereinseigenen Schützenhaus eingespart worden. Meier: "Ab und zu haben wir an Schießabenden sogar gefroren." Als einer der maßgeblichen Gründe für die finanziellen Schwierigkeiten des Schützenvereins Heeßen gelten die Verbandsabgaben. So zahlt der Verein pro Jahr und pro Mitglied etwa 13 Euro. Eine Mitgliedschaft im Schützenverein Heeßen kostet für Frauen jährlich 20, für Männer 30 und für Kinder und Jugendliche fünf Euro. Schützenchef Gerhard Hasse erklärte, der Vorstand habe in vielen Sitzungen gerechnet, diskutiert und überlegt, wo noch gespart werden könne. Aber als einzige Lösung sei eine moderate Beitragserhöhung übrig geblieben. Er schlug der Versammlung vor, dass jedes Mitglied, außer Kinder und Jugendliche, zehn Mark pro Jahr mehr bezahlen solle. Die Versammlung beschloss die Erhöhung bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Allerdings versprach Gerhard Hasse, man werde alles unternehmen, damit der Beitrag schon im nächsten Jahr wieder gesenkt werden könne. Unter anderem überlegt der Schützenverein Heeßen, wie Hasse ausführlich erläuterte, einen Förderverein zu gründen. Mit Hilfe dieses neuen Vereins sei es eventuell möglich, die Verbandsabgaben zu senken und in der Folge auch die jetzt beschlossene Beitragserhöhung zurück zu nehmen.



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