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Stückwerk oder gleich ein neues Haus?

Südhorsten (gus). Dass der Feuerwehr Südhorsten ein neues Gebäude spendiert wird, scheint abgemachte Sache zu sein. Nur in welcher Form, das ist noch offen. Die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses der Samtgemeinde Nienstädt haben sich das Gerätehaus der mitgliederstärksten Feuerwehr (55 aktive, mehr als 200 passive Mitglieder) angeschaut und sind zu der Überzeugung gelangt, dass Handlungsbedarf besteht. Ortsbrandmeister Thomas Deppmeier wies darauf hin, dass derzeit die Atemschutzgeräte und sonstige Kleidung und Ausrüstung gemeinsam mit dem Fahrzeug in einem etwa 35 Quadratmeter großen Raum untergebracht sind.

veröffentlicht am 30.05.2008 um 00:00 Uhr

Ebenfalls im Gebäude befinden sich eine Toilette und ein Schulungsraum im Obergeschoss. Was derzeit mit etwas Wohlwollen noch funktioniert, wäre spätestens dann unmöglich, wenn ein neues Löschfahrzeug bestellt würde. Dann wäre die Unterkunft an der Dorfstraße zu klein für das Auto. Und das dürfte bald der Fall sein, wie am Rande der Sitzung deutlich wurde. Zwei Varianten stehen zur Auswahl: Entweder wird nur eine neue Fahrzeughalle jenseits der Gehle gebaut. Dann müsste aber auch eine Brücke über den Bach konstruiert werden. Oder es wird an anderer Stelle in der Gemeinde ein neues Gebäude samt Schulungsraum, Duschen und getrennten Toiletten für Männer und Frauen errichtet. Knackpunkt könnte das Geld werden, denn allein die Brücke könnte bis zu 60 000 Euro kosten. Die reine Fahrzeughalle wäre geschätzte 100 000 Euro teuer. Und dann hätte man Ausrüstung und Schulungsraum getrennt vom Fahrzeug untergebracht. Von "Stückwerk" war die Rede. Und davon, dass für den Preis auch ein kompletter Neubau zu realisieren wäre. Mitglieder der SPD- und der CDU-Fraktion sprachen sich für die Komplettlösung, also ein ganz neues Feuerwehrgerätehaus aus. Das alte Gebäude könne anderweitig genutzt werden - beispielsweise für die Jugendfeuerwehr, die 21 der 54 aktiven Mitglieder stellt. Mit dem Ergebnis der Beratung im Bauausschuss werden sich in Kürze der Samtgemeindeausschuss und der Samtgemeinderat befassen.

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