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Ratsherr der Grünen wirft seinen Hut in den Ring: "Ich habe lange überlegt"

Stübke tritt zur Bürgermeisterwahl an: "Energie ist der Schlüssel zur Zukunft"

Obernkirchen (rnk). Thomas Stübke von den Grünen wird bei der Kommunalwahl als Bürgermeisterkandidat antreten. Dies erklärte er gestern Abend vor der Ortsgruppe der Grünen. Es war eine Entscheidung, die allgemein erwartet wurde, doch einfach, so Stübke, sei sie wahrlich nicht gefallen: "Ich habe lange überlegt."

veröffentlicht am 19.04.2006 um 00:00 Uhr

In dieses Rathaus will er rein: Thomas Stübke tritt für die Grün

In den Mittelpunkt seinerÜberlegungen, wie er als Bürgermeister der Stadt Obernkirchen auf ihrem Weg in die Zukunft helfen könne, stellte Stübke regenerative Energien, die Förderung des Miteinanders der Kulturen und Generationen sowie eine verlässliche, dauerhafte und partnerschaftliche Kooperation zwischen Verwaltung, Politik, Bürgerschaft und Wirtschaft. Es gebe durchaus Kommunen, die vorbildlich an einem Ausstiegsszenario aus der Versorgung mit Gas und Strom arbeiten würden, so Stübke. Es sei eine Vorstellung, die gut in die Förderkulisse der Weserberglandregion passe. Die Zielsetzung sei, 2020 so weit zu sein, dass sich die Stadt selbst versorgen könne. Durch Solarenergie, Biogasanlagen und Blockheizkraftwerke könnten Strom und Gas selbst erzeugt werden. Die Umstellung auf regenerative Energien, war Stübke überzeugt, würde neue Arbeitsplätze schaffen: "Das sind Wertschöpfungen, die auch in der Region bleiben. So geht das Geld an fremde Stadtwerke und E.ON." Wenn die Energie künftig selbst erzeugt oder auch eingespart werde - etwa durch Dämmsysteme -, dann sei der zentrale Schlüssel zur Zukunft der Stadt gefunden. Stübke sprach sich zudem für einen Integrationsrat nach Stadthäger Muster aus. Benötigt würden Ansprechpartner in allen Gruppen der Bevölkerung, dann könne der "Ghettobildung" wie etwa am Kollbergring und in der Innenstadt "viel intensiver" entgegengewirkt werden. "Dort sind wir noch zu schlecht aufgestellt", meinte der Ratsherr der Grünen. Politik und Verwaltung müssten auf diese Gruppen stärker zugehen, besser hinhören und dann die gesteckten Ziele gemeinsam umsetzen. In diesem Zusammenhang sprach er sich auch für die Einführung einer Tafel - etwa in Zusammenarbeit mit dem Schaumburger DRK - aus. Denkbar sei aber auch ein Umsonst-Laden nach Bad Nenndorfer Muster - so könne die Schere, die zwischen arm und reich immer stärker auseinander klaffe, zumindest ein bisschen entschärft werden. "Wir müssen uns nicht nur um Gruppen, die Geld haben, kümmern, sondern auch um die, die schlechter dran sind", formulierte es der 42-Jährige. Zugleich müsse auch das Ganztagsangebot an Grundschulen eingeführt und das Angebot der Kindertagesstätten für das erste und zweite Lebensjahr der Kinder erweitert werden. Stübke setzt dabei auf Kennzahlen, an denen die künftige Entwicklung der Stadt abzulesen sei. Wenn man wisse, wie viele Kinder mit ausreichenden Sprachkenntnissen in die erste Klasse eingeschult würden - und wie viele nicht -, dann kenne man einen Baustein für die weiteren Lernerfolge und könne entsprechend reagieren. Die abschließende Abstimmung über die Kandidatur war reine Formsache. Alle Mitglieder der Ortsgruppe sprachen sich für Stübke aus.

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