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Sommerliche Kunstaktion von Eg Witt geht in die "nasse Phase" / Anmelden im Bürgerhaus

"STROMstelle": Wer misst sich mit der Weser?

Rinteln (ur). Mit Ausnahme der Präsentation des Projekts und seiner Förderer hat die diesjährige sommerliche Kunstaktion von Eg Witt unter dem Titel "STROMstelle" bislang ausschließlich auf dem theoretischen Trockendock stattgefunden - und das, obwohl sie sich ausdrücklich auf die Weser bezieht und versuchen soll, die Menschen für die Elementargewalt des Flusses und seine Bedeutung für Siedlungs- und Lebensweise zu sensibilisieren.

veröffentlicht am 29.05.2006 um 00:00 Uhr

Das wird ab sofort anders werden, denn die "heiße Phase" der Vorbereitungen hat begonnen. Mit Nicolai Requardt aus Extertal hat sich im Büro von Pro Rinteln bei Stadtmanagerin Beate Behrens der erste Teilnehmer eingetragen, der tatsächlich am 8. Juli versuchen will, sich auf einem Boot der Gewalt des Stroms entgegenzustemmen und flussaufwärts zu paddeln. "Oder heißt es rudern - so ganz habe ich das noch nicht begriffen", meint Witt dazu verschmitzt. Ob nun Paddeln oder Rudern - in jedem Falle gilt es, die Herausforderung anzunehmen und der Weser möglichst viele Meter gegen die Strömung abzutrotzen. Diese Strecken werden gemessen - nicht in der Absicht, irgendwelche Rekorde im Wettbewerb zu erzielen oder einen Eintrag im Guinnessbuch der schrägen Rekorde zu erreichen, sondern dokumentiert werden soll ausschließlich der gemeinsame Wille, sich mit den Naturgewalten auseinander zu setzen und diese Kräfte zu spüren. Die Teilnehmer werden bei ihrem Kampf gegen den Strom fotografiert und damit Teil der Kunstaktion: Im Herbst wird ein Katalog erscheinen, in dem alles in den unterschiedlichen Phasen dokumentiert wird. Natürlich hat Eg Witt bereits eine "persönliche Machbarkeitsstudie" vorgenommen: "Ich kann ja nicht anderen etwas zumuten, was ich selbst als untrainierter Mensch nicht auch machen würde. Mein Versuch gegen den Strom verlief zwar anstrengend, aber war keineswegs überfordernd." Wer mindestens 18 ist, schwimmen kann und die Herausforderung annehmen möchte, sollte sich nunmehr umgehend bei Pro Rinteln im Bürgerhaus melden und seine Teilnahmeerklärung unterzeichnen, in der es ausdrücklich heißt: "Kein Wettkampf! No sports!" Unvorbereitet muss sich trotzdem niemand in dieses Abenteuer begeben, denn die Aktiven des Rintelner Kanu-Clubs werden am 8. Juli jedem Teilnehmer eine kurze Einweisung geben und natürlich wird auch eine Schwimmweste für den Fall der Fälle zur Verfügung gestellt!

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