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Kleinenbremer Saisonauftakt mit kleinen Pannen / Museumseisenbahn mit Diesellok / Neue Attraktionen geplant

Stromausfall in Bergwerk - Führung im Halbdunkel

Kleinenbremen (ly). Saisonauftakt mit kleinen Pannen: Im Kleinenbremer Besucherbergwerk sowie dem Museum für Bergbau und Erdgeschichte ist Ostersonntag zeitweise der Strom ausgefallen. Ein technisches Problem hatte auch die Museumseisenbahn Mind en.

veröffentlicht am 26.03.2008 um 00:00 Uhr

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In völliger Dunkelheit tief unter der Erde? Klingt nach dramatischen Szenen. Von einem Drama im Besucherbergwerk kann jedoch keine Rede sein. Im Gegenteil, nach Augenzeugenberichten soll der Stromausfall für die Gäste eher eine Art kostenloses Abenteuer gewesen sein. "Wir haben eine Notbeleuchtung, die automatisch anspringt", beruhigt Karl-Heinz Daum, Leiter des Grubenbetriebes. Als der Strom für zwei Stunden ausfiel, war gerade eine Gruppe unter Tage. Die Führung im Halbdunkeln wurde daraufhin abgekürzt. "In 20 Jahren ist so etwas zum ersten Mal passiert", erinnert sich Daum, der trotzdem mit einem erfolgreichen Jahr rechnet. Die Saison habe früh begonnen, der Umbau des Museums und weitere Attraktionen wie die geplante Energie- und Kulturwerkstatt in der Mönkhoff-Mühle sollen viele Gäste in das Bergdorf locken. Zum Auftakt sind allein Sonntag rund 150 Besucher in die Grube eingefahren, verteilt auf sechs Führungen. Daum hatte noch auf 100 mehr gehofft. Doch das Wetter habe einige Gäste gekostet, der Stromausfall ebenfalls. "Mit dem Umbau des Museums hat der Ausfall offenbar nichts zu tun", wie Museumsleiter Dr. Gerhard Franke erklärt. Sein Fazit zum Auftakt: "Rund 250 Besucher am ersten Tag, viele interessierte Leute, gute Gespräche. Gut angenommen wird auch unser Gesteinsgarten." Mike Polschinski, Mitarbeiter des Museums, hatte beim Stromausfall aus der Not eine Tugend gemacht. Ausführlich erzählte er vom laufenden Umbau zu einem Mitmach-Museum. In das Wiegehaus im Steinbruch kommt zum Beispiel eine Steinhauerei, in die Küche der früheren "Steigerstuben" eine Fossilien-Präparation, in die Grotte eine Schmiede. Für Nachschub an Zuhörern sorgte die Museumseisenbahn Minden (MEM), die diesmal zum Saisonauftakt dreimal nach Kleinenbremen und zurück fuhr, weil die Mühle in Hille-Südhemmern nicht geöffnet hatte. Zusammen 426 Fahrgäste hat MEM-Vorsitzender Hans Schweinefuß registriert, und damit ist er zufrieden. Kleiner Wermutstropfen: Eine Woche vor dem Saisonstart hatte sich beim Aufarbeiten in einer Spezialwerkstatt herausgestellt, dass in einer großen Schraube der Steuerung ein Haarriss war. Damit ist die Dampflok "Hannover 7512" außer Gefecht. Zum Auftakt musste die V5, eine gemietete MKB-Diesellok, den Preußenzug ziehen. "Bis zur nächsten Fahrt am 13. April ist das Ersatzteil aber eingetroffen", versichert der Vorsitzende. Voll des Lobes war Schweinefuß über die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kleinenbremen. Im Zug hatten dessen Vorsitzender Walter Caselitz sowie Werner Wippermann (beide in Bückeburger Tracht) die Werbetrommel für einen Besuch in Hartings Wassermühle gerührt, die außerplanmäßig geöffnet war. Gleichzeitig fiel damit der Startschuss zu einer zumindest teilweise kommerziellen Bewirtschaftung. Walter Kunz erklärte den Gästen technische Details der Mühlentechnik, während im "Mühlen- stübchen" leckere Speisen gereicht wurden. Mehr Besucher als die von Kunz geschätzten 50 hätten es aber sein dürfen. Dennoch: "Ein positiver Auftakt", so der Vize des Heimatvereins. Bei den fünf Mahl- und Backtagen haben dann wieder die Ehrenamtlichen das Sagen. Eine kommerzielle Bewirtschaftung der Mühle ist zunächst bei Bedarf geplant, etwa auf Anfrage von Gruppen.



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