weather-image
14°
Mit den viel beschäftigten Feuerwehrmännern fing alles an / Im Schnitt kommen 20 Frauen

Strickclub-Damen feiern Jubiläum in Dresden

Krainhagen (sig). Wenn Männer beruflich voll ausgelastet sind und zusätzlich noch Ehrenämter haben, dann bleibt nicht viel Zeit übrig für die Ehefrauen. Mit diesem Zustand waren die Lebenspartnerinnen der Krainhäger Blauröcke irgendwann einmal nicht mehr zufrieden. Genauer gesagt: Spätestens nicht mehr am 7. Märzdes Jahres 1987. Dann nämlich fassten einige von ihnen den Entschluss: "Das werden wir ändern!"

veröffentlicht am 24.03.2007 um 00:00 Uhr

Fleißig, fleißig: Einige der fleißigen Hausfrauen des "Strickclu

Und weil sie nicht die große Chance darin sahen, ihre Männer mehr als vorher in die Freizeitgestaltung einzubinden, suchten sie nach anderen Lösungen. "Wir nahmen uns einfach vor, dass auch wir uns von Zeit zu Zeit treffen, uns dabei austauschen und Geselligkeit pflegen", erzählt Regina Lindemann, die von der ersten Stunde an dabei ist und immer wieder die Organisation in die Hand nimmt. Auch wenn die Ehemänner inzwischen den aktiven Dienst in der Krainhäger Feuerwehr beendet haben - die im Schnitt 20-köpfige Damenriege hält weiter durch. Dabei spielt das Alter keine Rolle. Die jüngsten Mitglieder dieser Gemeinschaft, die sich einfach Strickclub nennt, sind 35, die ältesten zählen über 80 Jahre. Alle vier Wochen trifft man sich im Schulungsraum der Ortswehr. Jeweils zwei Mitglieder werden in die Pflicht genommen, eine Torte mitzubringen. Für Kaffee ist gesorgt. Im Anschluss an die Kaffeetafel greifen die meisten zur Strick- oder Häkelnadel und stellen Handarbeiten her. "Wir tauschen auch Muster aus und leisten gegenseitig Hilfestellung, damit die Kindersachen oder eigenen Pullover sowie Weihnachts- und Osterdecken gelingen", verrät Regina Lindemann. Frauen aus diesem Kreis haben auch bereits Strümpfe hergestellt, die beim Obernkirchener Adventsmarkt verkauft wurden. Mit dem Erlös wird den jungen Menschen vom "Wittekindshof" im benachbarten Ostwestfalen eine Freude bereitet. Natürlich wird bei den Begegnungen vieles besprochen, was im dörflichen Alltag oder auch in der Welt an mehr oder minder Bedeutendem geschieht. An jedem dieser Nachmittage zahlen die Teilnehmerinnen einen bestimmter Obolus in die Kasse, um gemeinsam Ausflüge unternehmen zu können. In der Vergangenheit waren zum Beispiel Lüneburg, Celle, Hildesheim und die Porzellanmanufaktur Fürstenberg an der Weser Ausflugsziele. Ob Bootstrip auf der Weser oder Kutschfahrt durch die Lüneburger Heide - an alle Unternehmungen haben die Frauen vom Strickclub gute Erinnerungen. Im Frühling unternimmt man Wanderungen durch heimatliche Regionen, die mit jeweils mit einem Essen ausklingen. Zum 20-jährigen Bestehen ist natürlich etwas Besonderes geplant. Zum 24. bis 26. August müssen sich die Ehemänner auf eine kalte Küche vorbereiten. Dann sind nämlich ihre Frauen drei Tage im Raum Dresden unterwegs. Dort gibt es eine Stadtführung, Besuche der Semperoper, der Frauenkirche und der Radeberger Brauerei sowie eine Schiffstour auf der Elbe. Auf der Heimfahrt wird in Weimar Station gemacht. Auch dort ist eine Stadtbesichtigung vorgesehen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare