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Hunde müssen ab heute draußen an die Leine

Streunen und Wildern kann Geldbuße kosten

Landkreis (mw). Ab heute gilt ein zeitlich befristeter Leinenzwang für Hunde, die in Wald und Feld ausgeführt werden. Durch diese Regelung soll der in den kommenden Monaten das Licht der Welt erblickende Nachwuchs wildlebender Tierarten geschützt werden.

veröffentlicht am 01.04.2008 um 00:00 Uhr

Mit dem Frühling hat auch in Schaumburger Revieren die Brut- und Setzzeit heimischer Tierarten begonnen. Laut Karl Schmieding vom Ordnungsamt des Landkreises Schaumburg sind Hundehalter daher verpflichtet, ihre vierbeinigen Begleiter vom 1. April an bis zum 15. Juli an der Leine zu führen, um den Nachwuchsdes Wildes und sonstiger wildlebender Tiere vor den Hunden zu schützen. Bei Verstoß gegen die Leinenpflicht des "Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Land schaftsordnung" müsse ein Hundehalter wegen dieser Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 25 000 Euro rechnen, erläutert Schmieding. Unabhängig von der Jahreszeit könne ein Tierhalter zudem auch dann bestraft werden, wenn dessen Hund in der freien Landschaft streunt oder wildert. "Die meisten halten sich daran", sagt Kreisjägermeister Heinrich Stahlhut-Klipp, es gebe aber immer wieder auch "Unbelehrbare", die ihren Hund ohne Leine im Wald und in der Feldflur laufen lassen. Damit der Leinenzwang nicht in Vergessenheit gerät, stelle die Jägerschaft bisweilen auch Hinweisschilder in den Revieren auf, so der Kreisjägermeister. Nach Auskunft von Stahlhut-Klipp dient die Anleinpflicht nicht nur dem Schutz von jagdlich interessanten Jungtieren wie etwa Rehkitzen sowie Rebhuhn- und Fasanenküken, sondern auch dem von anderen Tierarten. Exemplarisch verweist er dabei auf die Feldlerche, "die ganz gerne am Rand von Koppelwegen brütet". Für Britta Gruß aus Hespe, Halterin eines Rottweilers und eines Foxterriers, ist der zeitlich befristete Leinenzwang kein Problem. Man müsse auch "Verantwortung" für die Natur übernehmen, sagt die 37-Jährige.



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