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Kindergartenteam sammelt Unterschriften gegen geplanten Weg / Im Ortsrat Meinungen geteilt

Streitpunkt im Dorf: Der Verbindungsweg

Steinbergen (clb). Die Nachricht, dass der Ortsrat Steinbergen in seiner letzten Sitzung mehrheitlich abgestimmt hatte, südlich des Steinberger Kindergartens einen neuen Weg zu errichten, ist besonders bei dem Kindergartenteam auf großes Unverständnis gestoßen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 07:01 Uhr

Das Kindergartenteam fordert: "Hände weg von unserem Spielplatz"

Empört zeigten sich vor allem Elternvertreterin Katja Herden sowie Kindergarten-Leiterin Martina Meyer. Ihnen sei es unverständlich, warum der Ortsrat innerhalb kürzester Zeit über ein Thema völlig unterschiedlich entscheide: Noch vor einem Jahr sei beschlossen worden, den Weg zu entfernen - jetzt soll er wieder hergestellt werden. Ärgerlich finden die beiden vor allem, dass - nachdem der Weg entfernt wurde - der Spielplatz des Kindergartens komplett umgestaltet worden sei. Wenn nun tatsächlich ein neuer Weg angelegt werde, müsste ein gesunder Baum gefällt, ein Bauwagen versetzt sowie der neue Spielhügel abgetragen werden. Ihrer Meinung nach eine "Verschwendung von Steuergeldern", da der Kindergarten diesen Weg nicht brauche. Zudem haben sie Angst, dass auch der neue Weg - ebenso wie der alte - verschmutzt werde. Um die Errichtung eines neuen Weges in jedem Fall zu verhindern, hat das Kindergartenteam Unterschriften gesammelt (momentan sind es rund 40 Gegenstimmen), die an die Stadt geschickt werden sollen. Im Ortsrat sind die Meinungenüber eine Wiederauflebung des Weges hingegen geteilt. Gegner des Weges ist Ortsbürgermeister Heiner Bartling (SPD). Auch er hält es für unsinnig, die Entscheidung des alten Ortsrates wieder umzuwerfen. "Aber ich muss akzeptieren, dass mehrheitlich abgestimmt wurde." Klarer Befürworter ist Ortsratsmitglied Artur Böger (WGS): "Steinbergen ist aufgrund der zwei Bundesstraßen schon erheblich in seinen dörflichen Strukturen zerrissen. Umso wichtiger sind Verbindungswege, abseits der gefährlichen Verkehrswege." Seiner Meinung nach sei in der Vergangenheit schon genug Rücksicht auf das Wohl des Kindergartens genommen worden, da sei doch sicherlich entlang der südlichen Grundstücksgrenze ein Streifen von zwei Metern abteilbar. Böger fordert zu Toleranz und Akzeptanz auf: "Steinbergen und seine Bürger haben die große Chance zu zeigen, dass es ein Miteinander von "jung" und "alt" geben kann!"



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