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Anlieger-Initiative sieht kein ehrliches Gesprächsangebot des Betreibers

Streit um "Nora"-Erweiterung: Nachbarn fühlen sich vorgeführt

Lauenau (rwe). Der Streit zwischen dem Betreiber des Seniorenheims "Nora" in Lauenau und den Anliegern schwelt weiter. Das Gesprächsangebot des Unternehmers Raid El Salmi, in dessen Sinne der Rat den Bebauungsplan nun geändert hat, klingt bei den Nachbarn wie Hohn in den Ohren. Sie hätten diese Offenheit schon viel früher erwartet.

veröffentlicht am 13.02.2008 um 00:00 Uhr

Der Schritt auf die Nachbarn zu kommt wohl zu spät. Da sind sich Werner Vennekamp und seine Mitstreiter aus der Anlieger-Initiative einig. "Seit Bestehen des Heimes im Jahr 2002 hat vonseiten des Betreibers nie ein ernsthaftes Bemühen um ein nachbarschaftliches Gespräch stattgefunden. Auf direkte Nachfrage kam bisher lediglich die Antwort: ,Wenn Sie etwas wollen, können sie doch zu mir kommen.' " So schreibt die Gemeinschaft in einer Stellungnahme zum Gesprächsangebot, das Raid El Salmi nach der Sitzung den Nachbarn öffentlich gemacht hatte (wir berichteten). Für die Nachbarn wirkt das Verhalten des Heimbetreibers unehrlich, nachdem der Rat den Bebauungsplan geändert hat und der Betreiber nun, wie gewünscht, seinen Komplex ausbauen kann. "Wenn er es ehrlich gemeint hätte, wäre er früher gekommen oder hätte uns eingeladen und die Pläne vorgestellt", sagte Vennekamp auf Anfrage. "Wir haben alles nur hintenherum erfahren." Wenig nachbarschaftlich habe sich der "Nora"-Chef schon vorher verhalten, geht aus dem Schreiben hervor. "Als nach drei Jahren des Bestehens endlich das Grundstück begrünt wurde, war er noch nicht einmal bereit, mit den Anliegern der Leipziger Straße über die notwendige Einfriedung zu reden, wozu er verpflichtet gewesen wäre. Wir Anlieger haben dieses dann auf eigene Kosten durchgeführt." Von der Gesprächsbereitschaft hat die Initiative eigenen Angaben zufolge nur aus der Presse erfahren. "Die gleichzeitige Androhung rechtlicher Mittel lässt allerdings an der Ernsthaftigkeit zweifeln", schreiben die Anlieger. "Wir waren und sind immer gesprächsbereit gewesen. Die Anlieger haben nie die Einrichtung oder den Ruf des Hauses geschädigt, sondern nur ihr grundgesetzlich geschütztes Recht auf Meinungsfreiheit wahrgenommen. Aus diesemGrund ist es unverständlich, warum uns mit rechtlichen Konsequenzen gedroht wird."



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