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ver.di-Aktion auf dem Marktplatz / Auch Krankenhaus und Bauhof betroffen / Fahrt nach Stadthagen

Streik: Möllenbecker Kindergarten heute zu

Rinteln (wm/ur). Die Dienstleistungsgesellschaft ver.di ruft die Angestellten desÖffentlichen Dienstes in Rinteln für den heutigen Dienstag zu einem Warnstreik im Rahmen der aktuellen Tarifauseinandersetzung auf.

veröffentlicht am 26.02.2008 um 00:00 Uhr

Wie Erster Stadtrat Jörg Schröder gestern auf Anfrage bestätigte, habe man in der Stadtverwaltung bereits vorsorglich gefragt, wer sich an einem Streik und der ver.di-Veranstaltung beteiligen werde, um Notdienste organisieren zu können. Beteiligen werden sich Bauhofmitarbeiter - darüber ist in einer Versammlung am Montagabend abgestimmt worden. Mit Problemen rechnet Schröder nicht - anders wäre es bei winterlichem Wetter mit Eis und Schnee, dann hätte man einen Streudienst sicherstellen müssen. Die Mitarbeiterinnen des Kindergartens in Möllenbeck haben bereits am Freitag von sich aus die Eltern darüber informiert, dass der Kindergarten heute geschlossen bleibt. Auch in Exten beteiligen sich Mitarbeiterinnen an der Streikaktion, jedoch wird dort der Kindergartenbetrieb so umorganisiert, dass es keine Einschränkungen bei den Betreuungszeiten geben wird. Auch im Kreiskrankenhaus Rinteln werden sich Mitarbeiter an der Streikaktion beteiligen. Wie Klaus Heimann als Pressesprecher des Landkreises mitteilte, sei jedoch durch entsprechende Maßnahmen sichergestellt, dass es keine Probleme bei der Patientenversorgung geben werde. ver.di plant am Vormittag Aktionen auf dem Rintelner Marktplatz und ab 12 Uhr geht es vom Krankenhaus aus mit Bussen nach Stadthagen. Ziel dort ist wiederum das Krankenhaus, wo es um 13 Uhr ein Mittagessen gibt. Von dort führt dann ein Demonstrationszug durch die Innenstadt zum Kreishaus, wo um 15 Uhr die Kreistagsabgeordneten mit den Forderungen der Gewerkschaftler konfrontiert werden sollen. Im Mittelpunkt steht dabei eine Lohnerhöhung um acht Prozent, mindestens aber 200 Euro und die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden. Dazu heißt es in dem gestern verteilten Aufruf: "Gute Leute - gute Arbeit - gutes Geld!" Ausdrücklich weist Gewerkschaftssekretärin Angela Schultjan darauf hin: "Warnstreiks sind zulässig", und belegt diese Position mit Auszügen aus Gesetzen und Gerichtsurteilen zur aktuellen Rechtslage. Die Teilnahmean einem rechtmäßigen Streik stelle keine Verletzung des Arbeitsvertrages dar. Gegen 17.30 Uhr - nach dem Besuch der Kreistagssitzung - wollen die öffentlich Bediensteten von der Streikfront in Stadthagen zurückkehren. Sicher nicht die letzte Aktion in dieser Tarifbewegung angesichts der immer noch weit auseinanderklaffenden Positionen der Tarifpartner.



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