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Straßensperren im Villenviertel zu sperrig?

Stadthagen (ssr). In diesem Jahr sind sie "volljährig" geworden, die Straßensperren im Villenviertel. Nach 18 Jahren soll die Stadt nun eingehend prüfen, ob diese robusten Instrumente zur Verkehrsberuhigung noch zeitgemäß sind oder ob es intelligentere Alternativen gibt. Letzteres ist dabei das ausdrücklich angepeilte Ziel. Das hat der Bauausschuss des Rates auf Initiative der CDU/BfS-Gruppe einstimmig beschlossen.

veröffentlicht am 10.11.2007 um 00:00 Uhr

In einer 15-minütigen Grundsatzrede skizzierte der Stadthäger CDU-Vorsitzende Heiko Tadge das zentrale Motiv für diesen Vorstoß: Der bestens funktionierende neue Kreisel an der Amtspforte sorge gründlich dafür, dass kein Durchgangsverkehr mehr durch das Villenviertel flösse, selbst wenn man dort Sperren entfernen würde. Diese stellten hingegen für die Bewohner des in den vergangenen 18 Jahren rapide gewachsenen Wohnquartiers eher überflüssige Verkehrshindernisse dar. Das führe zu "umweltverschmutzenden und unwirtschaftlichen Umwegen". Stimmt, hieß es dazu aus der SPD/FDP-Gruppe sowie auch bei Grüne/WIR. Wenn alsbald auch am Knotenpunkt Ostring/Habichhorster Straße noch ein Kreisel entstehe, werde das den Fluss des Verkehrs um das Villenviertel herum sogar noch reibungsloser machen, sagte SPD-Fraktionschef Karsten Becker. Weil das Wohnviertel sich aber stark vergrößert habe, gebe es deutlich mehr internen Zielverkehr zu den Grundstücken. Diesen gelte es künftig mit optimierten Maßnahmen so zu regeln, dass einerseits effektive Wegstrecken, andererseits aber auch ein hohes Maß an Verkehrsberuhigung gewährleistet sei. Gerhard Tüting (SPD) brachte diese Problematik auf folgende Formel: "Wir müssen die Bewohner nicht mehr wie früher vor dem Schleichverkehr schützen, sondern vor sich selber." Damit spielte der Ratsvorsitzende beispielsweise auf Gefahren an, die bei einem ersatzlosen Wegfall der Sperre an der Pastor-Walzberg-Straße drohen könnten: dass nämlich auf den langen Geraden der Pastor-Walzberg- und der Landsbergstraße gerast werden könnte. Zudem würde es in der Einmündung der Straße An der Sandkuhle in die Habichhorster Straße möglicherweise zu deutlich mehr Verkehr und zu einem Unfallschwerpunkt kommen. Zündstoff scheint bei dem Thema also vorprogrammiert zu sein.



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