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Helpsen spart durch die Aktion Geld und senkt den CO2-Ausstoß

Straßenlaternen modernisiert

Helpsen (bes). Seit April werden die Straßenlaternen in der Gemeinde Helpsen modernisiert. Dadurch erhofft sich die Verwaltung eine jährliche Ersparnis von 5500 Euro bei den Betriebskosten und 28 Tonnen weniger CO2-Ausstoß.

veröffentlicht am 14.11.2008 um 00:00 Uhr

Freuen sichüber die Modernisierung: SPD-Fraktionschef Manfred Ke

Die Gemeinde Helpsen hat in den vergangenen acht Monaten 193 Straßenlaternen mit einem neuen Kopf ausgestattet und bei 58 Leuchten die Elektronik umgerüstet. "Die gesamte Aktion hat zwar rund 80 000 Euro gekostet, wir erhoffen uns aber eine jährliche Ersparnis bei den Betriebskosten von mindestens 5500 Euro", begründet Bürgermeister Adolf Neitsch die Modernisierung der Straßenbeleuchtung. "Zudem sparen wir auch 28 Tonnen CO2 im Jahr." Da die Leuchtmittel doppelt so lange halten sollen, erhofft sich Neitsch eine weitere Kostensenkung. "Wir gehen davon aus, dass die Kosten für die neuen Straßenlaternen in zehn Jahren durch die Einsparungen gegenfinanziert sind." In Helpsen standen bis zum Beginn der Modernisierung Quecksilberhochdruckdampflampen mit 80 und 125 Watt Verbrauch. Die neuen Natriumhochdruckleuchten werden nur noch mit 50 und 70 Watt betrieben, ohne dass es auf den Helpser Straßen dunkler wird. "Die modernen Leuchtmittel sind sehr viel effizienter, ohne dass es einen Unterschied bei der Helligkeit gibt", beschrieb Andreas Ruprecht von E.on die Vorteile. "Zudem wird in der EU ein Verbot der Quecksilberlampen ab 2010 diskutiert. Helpsen ist mit der Modernisierung ein Vorreiter für andere Gemeinden." Ein weiterer Grund für die neuen Lampen liegt auch darin dass sie gedimmt werden können. Je nach Wunsch können die Lampen für eine bestimmte Tageszeit dunkler gestellt und damit der Verbrauch noch weiter gesenkt werden, erklärte Ruprecht. Der Verbrauch liege dann bei lediglich 50 und 35 Watt pro Straßenlaterne. "Wir planen, ab Dezember die Straßenbeleuchtung zu dimmen" sagte Neitsch. "Dadurch lässt sich der Verbrauch noch einmal um etwa 5000 Watt reduzieren." Den Anstoß zur Modernisierung der Helpser Straßenbeleuchtung hatte die SPD-Fraktion im Gemeinderat gegeben. "Die alten Lampen waren störanfällig und hatten einen hohen Energieverbrauch", sagte SPD-Fraktionschef Manfred Kesselring. "Wir wollten die Leuchten in einem absehbaren Zeitrahmen modernisieren, ohne dass dabei das Sicherheitsgefühl der Bürger verloren geht." Der Rat hatte sich im April einstimmig für das Angebot von E.on entschieden, nachdem zuvor mehrere Alternativen diskutiert worden waren.



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