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"Neubürger" haben Erschließung bezahlt

Straßenausbau nur für einige umsonst

Escher (la). Der Ausbau des Sechsackerweges in Escher (wir berichteten) ist nicht für alle Anwohner kostenfrei gewesen. "Wir haben unseren Anteil bereits vor acht Jahren gezahlt, als wir hier gebaut haben. So lange hat die Gemeinde mit unserem Geld gearbeitet", erklärte ein Anwohner der namentlich nicht genannt werden möchte.

veröffentlicht am 25.11.2008 um 00:00 Uhr

"Das ist gängige Praxis in allen Kommunen", erläutert Bürgermeister Thomas Priemer auf Anfrage. Mit dem Ausbau des Sechsackerweges habe die Gemeinde Escher und den Bültenbrink zusammengefügt. In dem alten Bereich, also vom Bültenbrink bis zum Kindergarten, sei die Straße lediglich saniert worden. "Da wir in der Gemeinde Auetal keine Straßenausbaubeitragssatzung haben, war diese Sanierungsmaßnahme für die Anwohner kostenfrei", so Priemer. Die "Neubürger", die am Sechsackerweg zwischen dem Kindergarten und der Escherstraße gebaut haben, hätten mit Erwerb des Grundstücks die Erschließungskosten und damit den Straßenausbau bezahlt. Den Vorwurf, dass die Gemeinde einige Jahre lang mit dem Geld der "Neubürger" gearbeitet habe, widersprach Priemer nicht. "Das ist eben so. Wir können nicht gleich, wenn das erste Haus in einem Neubaugebiet steht, die Straße fertigstellen lassen und später wird sie von Baufahrzeugen wieder zerstört, weil der Nachbar erst Jahre später baut", so Priemer. Die Gemeinde habe zehn Jahre Zeit für den Endausbau, die seien eingehalten worden.



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