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Quartett aus "Meckpom" hat in Bad Eilsen einen schweren Stand / Flottes Programm - aber nur wenig Besucher im Kursaal

Strandfichten: "Da hüpft der Hecht, heut' tanzt der Bär"

Bad Eilsen (sig). Finanziell ist der Auftritt der "Strandfichten" Freitagabend im Kursaal leider kein Erfolg geworden, aber die bescheidene Zuschauerrunde verbrachte zumindest einen vergnüglichen Abend. Über die Gründe kann man lange nachdenken. Liegt es vielleicht an dem in diesem Jahr besonders reichlichem Kulturangebot im Kurort oder vielleicht daran, dass die "Strandfichten" erst seit kurzer Zeit bestehen und noch nicht so bekannt wie die "Randfichten" sind?

veröffentlicht am 22.10.2007 um 00:00 Uhr

"Ahoi, der Käpt`n kommt!: Die "Strandfichten" legen gleich volle

Natürlich hat man auch nicht jeden Tag so einen musikalischen Glücksgriff wie die Sänger aus dem Erzgebirge mit ihrem "Holzmichel", der deutschlandweit die Zuhörer zum Jubeln bringt. Aber Stimmung machen können die "Antipoden" aus Mecklenburg-Vorpommern auch. Sie verstehen sich als das nordisch-maritime Gegengewicht der anderen "Fichten", mit denen sie ein harmonisches Verhältnis pflegen. Das drückt sich auch schon in ihrer Kleidung aus. Zur dreiviertellangen Lederhose tragen die Männer aus dem beliebten norddeutschen Urlaubsland kurzärmelige Hemden mit Matrosenkragen. Passend dazu haben sie zum Volksliedhit vom "Holzmichel" eine völlig neue Textversion geschrieben. Sie lautet: "Is denn den Fischers Frau nu taufredn?" Es liegt auf der Hand, dass es sich dabei um jene Fischersfrau handelt, die nach einer alten Mär drei Wünsche frei hatte, nicht genug bekommen konnte und dafür bestraft wurde. Ihren Auftritt im Eilser Kursaal begannen die "Strandfichten" mit einer Ankündigung, die sie dann aber lieber doch nicht wahr machten: "Freunde, jetzt geht`s los, so lange, bis sie rutscht - die Lederhos`". Die vier stämmigen Mecklenburger, nicht nur optisch stabil, sondern auch stimmlich von beachtlichem Volumen, gaben sich alle Mühe, die zunächst verhalten wirkendenZuhörer in Schwung zu bringen. Tierisch flott ging es weiter mit "Da hüpft der Hecht, heut` tanzt der Bär". Eine alte Bergmannshymne von dem Steiger, der da kommt, wurde textlich umfunktioniert in "Ahoi, der Käpt`n kommt!" Natürlich durfte auch eine Liebeserklärung an Mecklenburg-Vorpommern nicht fehlen. Klares Bekenntnis: "Wir steh`n auf uns`er Land!" Mit Liedern und kurzen Geschichten machen sich die "Strandfichten"über allerlei Dinge und Geschehnisse des Alltags lustig, unter anderem über eine Steuerprüfung, die sie schon wenige Monate nach ihrem Start hatten und bei der eine Nachzahlung von fünf Euro herauskam. Einen Tanztee für Senioren bezeichneten sie als "Rock am Stock". Auch von einem beliebten Schönheitsideal, dem Waschbrettbauch, verabschiedeten sie sich, weil der Zahn der Zeit eben nicht aufzuhalten ist. Auf den Randfichten-Hit "Steig ei, mir fahr´n in die Tschechei" hat das nordische Quartett ebenfalls eine eigene Antwort. Seine Empfehlung: "Steig in, wir fahren nach Stettin!" Anschließend sorgten die Vier aus "Meckpom" dafür, dass die Party richtig losging. Sie initiierten eine Polonäse "quer durch Saal" und schafften es, fast alle Besucher mit auf die Reise zu nehmen.

Polonäse durch den Saal - die Stimung stimmt.
  • Polonäse durch den Saal - die Stimung stimmt.


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