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Stopfer für die Wurst

Silixen (who). Dieses Fundstück scheint so gar nicht in die warme Jahreszeit zu passen. Denn es ist ein „Wurststopfer“ aus dem Werkzeugarsenal eines ländlichen Hausschlachters aus alter Zeit. Und dieser Berufsstand hat sein Handwerk meist nebenberuflich und vorrangig im Winter ausgeübt – nicht zuletzt um bei der Verarbeitung des leicht verderblichen Fleisches die natürliche Kühlung zu nutzen.

veröffentlicht am 05.06.2010 um 00:00 Uhr

Doch keine Sorge, die Beziehung zwischen Hausschlachtung im Winter und Wurststopfer im Sommer können wir sofort hinlegen. Denn, was der ambulante Metzger im Winter an herzhaften Schweinereien für seine Kunden zerlegt und vorbereitet hatte, verzehrten die natürlich auch im Sommer. Vorausgesetzt, sie hatten es haltbar gemacht durch pökeln, einkochen oder räuchern. So wie den Schinken, der besonderer Fürsorge bedurfte und nach aufwendiger Behandlung mit abschließender Räucherung und Reifung erst im Frühjahr angeschnitten werden musste. Faustregel für den Anschnitt: Wenn der Kuckuck ruft. Bitteschön, wer zurzeit aufmerksam durch die Natur geht, der hat schon gehört, der Kuckuck ruft, der (hausgemachte) Schinken darf angeschnitten werden und damit haben wir endgültig die Kurve gekriegt zurück zum Wurststopfer des Hauschlachters. Der, beziehungsweise seine Kunden als Mithelfer haben damit nämlich einst die vorbereitete Wurstmasse in Därme gefüllt, die mittels Bindfäden oder einfaches Zwirbeln zwischen den Fingern zu einzelnen Ringen oder schier endlosen Ketten konfektioniert wurden. So wie die Bratwürstchen, die heute allerdings überwiegend solo im verschweißten Folienpack zu mehreren nebeneinander liegen...



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