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Erste-Hilfe-Training für Senioren in Kleinenbremen

Stolperfallen drohenüberall: Plädoyer für den Hausnotruf

Kleinenbremen (ly). Hier die Teppichkante, da das lose Kabel: Stolperfallen kommen in vielen Wohnungen vor. Und wer nicht mehr ganz sicher auf den Beinen ist, tappt leichter hinein. Im Seniorenalter werden Notfälle innerhalb der eigenen Wohnung immer wahrscheinlicher. "Rund 70 Prozent der Patienten im Rettungsdienst sind älter als 65 Jahre", berichtet Dirk Düning, Bückeburger Stützpunktleiter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB).

veröffentlicht am 21.11.2007 um 00:00 Uhr

Kursleiter Dirk Düning legt Walter Kunz vom Heimatverein einen K

Beim Heimatverein Kleinenbremen hat Düning kürzlich ein Erste-Hilfe-Training für Senioren geleitet, organisiert von Vorstandsmitglied Hermann Stich. Und da waren Stolperfallen natürlich eins der Themen. Dringend plädiert Düning vor dem Hintergrund solcher Fälle für die Anschaffung eines Hausnotrufs, ebenfalls bekannt als Seniorenalarm. Über einen tragbaren Sender können zum Beispiel ältere Leute, die allein sind und nach einem Sturz hilflos am Boden liegen, rasch Hilfe holen. Die Basis-Station ist an das Telefon angeschlossen und enthält eine äußerst empfindliche Freisprecheinrichtung. Es gibt auch Sensoren, die auf Sturz reagieren. Viele alte Menschen leben heute allein, die Großfamilie droht auszusterben. Hinzu kommt: In Porta Westfalica soll die Gruppe der über 70-Jährigen in den nächsten 30 Jahren um mehr als 40 Prozent zunehmen. Demografischen Wandel nennt man das. Für die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Training für Senioren gibt es mindestens zwei gute Gründe: Erstens droht im Alter zunehmend Gefahr, zweitens liegt der letzte Lehrgang oft Jahrzehnte zurück - wenn es denn überhaupt einen gegeben hat. "Als ich 1964 Führerschein gemacht habe, war der Erste-Hilfe-Kursus noch nicht Pflicht", erinnert sich Vorsitzender Walter Caselitz. Bei Dirk Düning lernen Teilnehmer, sich selbst zu helfen oder anderen, Jüngeren oder Gleichaltrigen. Sie frischen Wissen auf oder erwerben es neu. Düning zeigt den Heimatfreunden Mund-zu-Mund-Beatmung an einer Puppe und Herzmassage. Er erklärt, wie man Verbände anlegt, Verletzte hinlegt und einen Notrufabsetzt, spricht über Schlaganfälle, Diabetes, Herz-/Kreislauf-Erkrankungen. Und warnt, Patienten selbst zu transportieren. Vor allem aber macht Düning Mut, vermittelt Sicherheit für den Ernstfall. "Situation erkennen, Notruf auslösen, Patienten richtig lagern, beruhigend mit ihm umgehen", fasst der Stützpunktleiter zusammen. "Immer zuerst über Festnetz die 112 anrufen, bevor ich mich selbst um den Verletzten kümmere", hat sich bei Vorstand Walter Kunz besonders eingeprägt. Der erste Lehrgang in der Hartingschen Wassermühle (vier Abende) hatte elf Teilnehmer. Über einen weiteren Abend denken die Heimatfreunde bereits nach. Mitglied im Verein muss man nicht sein. Anmeldungen bei Hermann Stich: (0 57 22) 2 15 84.



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