weather-image
12°
1,50-Euro-Kräfte bessern Strecke aus / Ortsvorsteher Gerber: "Für Senioren erhebliche Erleichterung"

Stolperfallen ade: Friedhofsweg wird gepflaster t

Borstel (crs). "Endlich passiert hier was, da warten wir schon seit drei, vier Jahren drauf!" Borstels Ortsvorsteher Hans-Werner Gerber freut sich. Seit Montag wird der Weg vom Ortsausgang zum Friedhof neu gepflastert, Stolperfallen und Bodenunebenheiten werden damit ab Mitte nächster Woche der Vergangenheit angehören. "Das ist vor allem für die Senioren im Ort eine erhebliche Erleichterung."

veröffentlicht am 01.07.2006 um 00:00 Uhr

Hier gibt's keine Stolperfallen mehr: Seit Montag wird der Weg z

Am Werk sind hier 1,50-Euro-Kräfte im Auftrag des zu Jahresbeginn neu geschaffenen "Umwelt- und sozialen Dienstes" der Schaumburger Beschäftigungsgesellschaft. Dieser Dienst steht allen Kommunen im Landkreis gegen einen geringen Obulus zur Verfügung, außerdem Vereinen oder Wohlfahrtsverbänden. "Wichtig ist, dass mit unserer Arbeit Sachen erledigt werden, für die sonst in den nächsten Jahren kein Geld da wäre", betont Rainer Zumbrägel als Betriebsleiter der Beschäftigungsgesellschaft. Denn die Beschäftigungsgesellschaft will ausdrücklich nicht in Konkurrenz zu privaten Auftragnehmern treten. "Das dürfen wir auch gar nicht", verweist Zumbrägel auf den wettbewerbsneutralen und gemeinnützigen Ansatz der Initiative. Die 1,50-Euro-Kräfte erledigen tatsächlich nur Arbeiten, welche die davon profitierenden Kommunen in den nächsten Jahren aus finanziellen Gründen nicht selber angehen könnten. Davon profitieren auch die vom Job-Center vermittelten Langzeitarbeitlosen, die ein halbes Jahr lang für den "Umwelt- und sozialen Dienst" tätig sind. In dieser Zeit werden sie zum einen durch die Anleitung durch ausgebildete Vorarbeiter in ihrer praktischen Arbeit qualifiziert, vor allem aber erhalten sie Schulungen in der Theorie, durch die zum Beispiel Defizite im Bewerbungsverhalten abgebaut werden. "So haben alle was davon", sagt Zumbrägel, "auch die Langzeitarbeitslosen." Und die Senioren in Borstel.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare