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Initiative der Volksbank in Schaumburg / Ilka Hechtfischer macht den Anfang / Projekt soll keine "Eintagsfliege" sein

Stipendien für Hauptschüler - denn Leistung lohnt sich

Rinteln (who). Wenn Ilka Hechtfischer nach ihrem bevorstehenden Schulabschluss der Sekundarstufe I demnächst in ein Praktikumsjahr geht, wird sie dabei sozusagen kräftigen Rückenwind haben. Denn die 16-Jährige verlässt die Hauptschule am Ostertor mit einem einjährigen Stipendium der "Volksbank in Schaumburg".

veröffentlicht am 13.06.2008 um 00:00 Uhr

Ilka Hechtfischer (vorne r.) freut sichüber das Stipendium der V

Wolfgang Etrich als Vertriebsleiter sowie der Marktbereichsleiter Rinteln, Ansgar Haverkamp, waren am Mittwoch in die Schule gekommen, um den ersten Stipendiumsvertrag zu unterzeichnen. "Die Hauptschulen leisten in Schaumburg eine erstklassige Arbeit, kommen aber häufig in der öffentlichen Diskussion zu kurz", erklärt Etrich den Hintergrund für die Initiative. Die Volksbank wolle mit der Aktion nicht nur eine einzelne Schülerin und deren Leistung würdigen, sondern auch das Engagement und den Stellenwert ihrer Schule. Etrich weiter: Das Förderprogramm ziele insgesamt ab auf die Förderung von Schülern, die sich über die Schule hinaus engagierten. "Die Botschaft soll unter anderem sein: Leistung lohnt sich." Rein praktisch gesehen bedeutet das Stipendium für Ilka, sie bekommt neben einer PC-Grundausstattung einen monatlichen Geldbetrag von bis zu 80 Euro für Bücher, Arbeitsmittel sowie Studienfahrten. Darüber hinaus wird die Volksbank bei der Suche nach Praktikumsplätzen behilflich sein und einen Mitarbeiter als Paten zur Verfügung stellen. Dieser sei auch gedacht als Helfer und Ansprechpartner bei der Erstellung und Sichtung von Bewerbungsunterlagen sowie für weitere Fragen im Umfeld der Aus- und Weiterbildung. Ilka Hechtfischer will das Stipendium einsetzen für ein Praktikum im kreativen Bereich. "Ich gehe nächstes Jahr auf die zweijährige Fachoberschule für Gestaltung in Stadthagen", verrät sie. Und Etrich kann mit einer Werbeagentur in Münster dazu einen passenden Praktikumsplatz nennen als Partnerunternehmen der Volksbank. Dazu erklärt er: "Das Stipendiumsprojekt soll keine Eintagsfliege, sondern eine Sache für die nächsten Jahre sein." Neben Ilka Hechtfischer haben deshalb zwei weitere Schüler der Hauptschulen in Helpsen sowie Lindhorst mit dem Realschulabschluss ein Stipendium erhalten. Dass die Rintelner Schülerin nicht die erste und letzte Stipendiatin sein wird, zeichnet sich ebenfalls bereits ab.

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