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TuS Rehren informiertüber geplante Verschmelzung der Sportvereine

Stimmung positiv für eine SG Auetal

Rehren (la). Mehr als 60 Mitglieder des Turn- und Sportvereins (TuS) Rehren sind am Freitag der Einladung ihres Vorsitzenden Dieter Grupe gefolgt, um sichüber die Weiterentwicklung der Auetaler Sportvereine zu informieren.

veröffentlicht am 16.01.2008 um 00:00 Uhr

TuS-Chef Dieter Grupe. Foto: la

"Auslöser der Gespräche über einen Zusammenschluss der Auetaler Sportvereine war die Fußball-A-Jugend", erläuterte Grupe. Weder der TuS Rehren noch der TSV Kathrinhagen hätten eine gute, spielfähige A-Jugend-Mannschaft gehabt und so sei es zu einer Jugendspielgemeinschaft der beiden Vereine gekommen, die inzwischen sehr erfolgreich ist. Die demografische Entwicklung und fehlende Mitglieder, Betreuer,Übungsleiter - eben Ehrenamtliche - hätten danach zu weiteren Gesprächen geführt. "Wir müssen etwas tun, um den Wettkampfsport im Auetal aufrecht zu halten", sagte Grupe. Vier Mehrspartenvereine mit vielen doppelten Sparten könnten auf Dauer im Auetal nicht existieren. Der Vorsitzende erläuterte dann, was in den Gesprächen mit den anderen Vereinen erarbeitet wurde. "Wir haben vier Lösungsvorschläge diskutiert", so Grupe. Eine Kooperation brächte keinem Verein etwas, Spielgemeinschaften seien nur im Jugendbereich möglich, und für einen neuen Verein, nur für Wettkampfsportarten, bräuchte man zu viele Ehrenamtliche, die niemand habe. "So bleibt eigentlich nur die Vollfusion", stellte der TuS-Vorsitzende fest. Der SV Hattendorf will daran nicht teilnehmen und als eigenständiger Verein weiterarbeiten. Die TuSG Rolfshagen hat an allen Gesprächen teilgenommen, möchte aber in drei Jahren ihr 100-jähriges Vereinsbestehen als eigenständiger Verein feiern. "Die Verantwortlichen der TuSG können sich aber vorstellen, schon jetzt ihre Kinder und Jugendlichen in den neuen Verein zu geben und nach dem Jubiläum den neuen Weg zu gehen", sagte Grupe. Der TSV Kathrinhagen habe signalisiert, an der Vollfusion teilzunehmen. Bei einer Informationsveranstaltung des TSV sprachen sich dessen Mitglieder dafür aus. Eine endgültige Entscheidung fällt aber auch hier erst während der Jahresversammlung am 26. Januar. "Wir wollen eine Fusion auf Augenhöhe. Da spielt es keine Rolle, wie viele Mitglieder der Verein hat", erläuterte Grupe. Zwar gehören dem TuS rund 900 Mitglieder an, aber zum inneren Zirkel derer, die sich für den Verein interessieren, zählen laut Grupen nur 200 bis 250 Mitglieder. Wenn sich die Mitglieder beider Vereine - des TuS Rehren und des TSV Kathrinhagen - während der Jahresversammlung für die Fusion aussprechen, soll die Verschmelzung zur SG Auetal erfolgen. Dazu müssen beide Vereine aufgelöst und die SG Auetal gegründet werden. "Wir benötigen für die Auflösung unseres Vereins aber laut Satzung die 4/5-Mehrheit aller Mitglieder", erläuterte Grupe. Da sicher nicht so viele Mitglieder zur Jahresversammlung kämen, müsste vier Wochen später eine zweite Sitzung einberufen werden. Hier reicht dann eine 4/5-Mehrheit der Anwesenden aus. "Mit der Verschmelzung gehen wir neue Wege, die gegangen werden müssen. Jetzt sind wir in der Gestaltungsphase. Wer später dazu kommen möchte, muss seinen Verein auflösen und die Mitglieder bei uns ohne Wenn und Aber eintreten lassen", sagte Grupe. Von den anwesenden Mitgliedern gab es nur Positives zur geplanten Verschmelzung zu hören. "Die Mitglieder bekommen ein größeres Sportangebot für einen Beitrag. Wir können bessere Mannschaften aufbieten, und die Motivation wird steigen", äußerte sich die ehemalige Bürgermeisterin Ursula Sapia.

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