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Leserbrief

Steuern werden steigen

Dieser Artikel zeigt „komprimiert diverse pessimistische Prognosen für Lügdes weitere Entwicklung“.

veröffentlicht am 17.09.2020 um 16:32 Uhr
aktualisiert am 18.09.2020 um 18:30 Uhr

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Zu: „Was fehlt, sind billige Mietwohnungen“, vom 28. August

Die Prognose, dass Lügde Einwohner verliert, noch dazu eine relativ schwache „Einkommensstruktur“ hat , gibt es seit ca. 20 Jahren. Das hat sich leider auch bestätigt. Darum sind Baulandpreise hier auch relativ günstig. Danach sind nur noch Schieder und Marienmünster in der Region günstiger.

Für Lügdes Rat und Verwaltung kommt der Bericht zum ungünstigen Zeitpunkt, ca. zwei Wochen vor der Kommunalwahl. Das Ganze vor dem Hintergrund eines Haushaltsloches von 4,5 Mio. Euro. Die Jahresrechnung bleibt abzuwarten ...

Wie will man den Schuldenberg, der sich bis 2023 auf 25,5 Mio. Euro erhöhen wird, bei weiter rückläufiger Bevölkerung zurückzahlen? Natürlich niemals. Es wird immer nur „umgebucht“! Neue Töpfe wie „Haushalts-Isolierungsgesetz“ werden erfunden. (Kommt vom Land NRW, das schließlich zu den finanzschwachen Bundesländern gehört.) Was können die Bürger erwarten? Die Steuersätze, Gewerbe- und Grundsteuer, müssen ausgereizt und weiter erhöht werden.

Im Wasser- und Abwasserbereich ist man sehr weit „oben“. Viele Großstädte sind erheblich günstiger. Vielleicht ist beim Wasser eine Anbindung an das Pyrmonter Wasserwerk hilfreich?

Die zwei genannten Positionen sind schon ein erheblicher Ansiedlungsnachteil. Im Übrigen ist der Lebensstandard – entgegen der Meinung einiger Politiker – hier nicht günstiger zu bestreiten als anderswo. Die Einkaufsmärkte für den Tagesbedarf gibt es in Hameln, Essen genauso wie in Lügde. Aber der Aufwand für den „Broterwerb“ (Lügde hat drei Auspendler gegenüber einem Einpendler) ist erheblich nachteilig. Vom Zeitaufwand bis zu den Kosten für den überwiegend notwendigen Individualverkehr.

Ich bin einmal gespannt, wann und mit welchem „Konsolidierungs-Konzept“ und welchen Tilgungsvorschlägen der neue Bürgermeister im neuen „Haushaltsplan“ kommt.



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