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Steuermann gehtüber Bord - tot

Minden/Fallingbostel (mt). Ein 39-jähriger Mann aus Bad Fallingbostel ist am Montagmorgen von Bord des Gütermotorschiffes "Taifun" ins Wasser des Mittellandkanals vor der Schachtschleuse gefallen. Beamte der Wasserschutzpolizei konnten ihn zwar noch an Land bringen, aber auch ein Notarzt konnte den als Steuermann tätigen 39-Jährigen nicht mehr retten.

veröffentlicht am 13.02.2008 um 00:00 Uhr

Die "Taifun" war am Morgen gegen 6 Uhr von Sachsenhagen nach Minden gefahren und hatte gegen 8.30 Uhr im Oberwasser der Schleuse an der Westseite festgemacht. Während sich der Schiffsführer mit seinen Bordbüchern im nahegelegenen Wasser- und Schifffahrtsamt aufhielt, beobachteten Mitarbeiter der Schleuse gegen 8.50 Uhr, wie vom Schiffsrand etwas ins Wasser fiel. Nachdem der Schiffsführer, ein 56-jähriger Mann aus Havelberg, und die Wasserschutzpolizei an der Schleuse eingetroffen waren, wurde sofort das Schiff nach dem Steuermann abgesucht. Dabei entdeckte man eine im Wasser treibende Mütze und im Gangbord einen Schuh. Wenig später sahen die Beamten der Wasserschutzpolizei den leblosen Körper des Mannes am Heck des Schiffes im Wasser treibend. Gemeinsam mit dem Schiffsführer bargen sie den Steuermann und brachten ihn an Land. Sofort eingeleitete Widerbelebungsmaßnahmen sowie der Einsatz des Notarztes waren vergebens. Der 39-Jährige starb noch an der Unglücksstelle. Nach den Ermittlungen der Mindener Kripo gibt es keinerlei Anzeichen für ein Fremdverschulden. "Vermutlich ist der Mann aus- oder abgerutscht und ins kalte Wasser gefallen. Wir gehen von einem tragischen Unglücksfall aus", so ein Ermittler.



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