weather-image
27°
Endlich wieder mehr Einnahmen für die Gemeinde / 2007 größere Investition ins Mehrzweckhaus nötig

Steuerkraft steigt: "Silberstreif" für Ahnsen

Ahnsen (tw). "Das Jahr 2006", sagt Heinz Grabbe, "war in Sachen Einnahmen ein gutes Jahr für Ahnsen". Und auch 2007 sieht der Bürgermeister "einen Silberstreif am Horizont". Soll heißen: Finanziell geht's mit der Gemeinde erneut aufwärts.

veröffentlicht am 19.01.2007 um 00:00 Uhr

Pocht auf den Endausbau der L 451 zwischen Ahnsen und Vehlen: Bü

Der Grund für Grabbes Optimismus: "Die Steuerkraft ist - bezogen auf Ahnsen - um 20 000 Punkte gestiegen." Für die Samtgemeinde als Ganzes liege der Zuwachs bei 14,1 Prozent. Der Löwenanteil bei den Ahnser Mehreinnahmen sei dem Plus bei der Einkommenssteuer zu verdanken. "Außerdem", so der Bürgermeister, "fließt etwas mehr Gewerbesteuer in die Gemeindekasse". Der Wirtschaftsaufschwung habe jetzt offensichtlich auch den Mittelstand erreicht. Heißt konkret: Der Rat wird die Rücklage (Stand: 120 000 Euro) voraussichtlich etwas "erleichtern" können - unter anderem, um ins Mehrzweckhaus zu investieren. Einen Grund für Euphorie sieht Grabbe trotz der guten Zahlen aber dennoch nicht: "50 Prozent der (Mehr-)Einnahmen gehen als Umlage an den Landkreis, 30 Prozent an die Samtgemeinde - bleiben für Ahnsen am Ende nur noch 20 Prozent übrig." Davon abgesehen, ist die Prognose bei der Gewerbesteuer für die Gemeinde immer eine Rechnung mit vielen Unbekannten: "Die Frage ist, ob es aufs Jahr gerechnet tatsächlich bei dem Zuwachs bleibt, der sich jetzt abzeichnet." Mit Blick auf 2007, "liegt unsere Priorität - natürlich - auf dem Endausbau der L 451 zwischen Ahnsen und Vehlen inclusive Radweg", wird der Bürgermeister nicht müde zu betonen. Das Land Niedersachsen müsse mit dem Projekt endlich in die Puschen kommen. Außerdem habe Ahnsen immer noch nicht die Abrechnung für die bereits geleisteten Arbeiten erhalten: "Ich rechne mit einer Summe von 70 000 bis 80 000 Euro, die wir zahlen müssen", sagt Grabbe. Konkrete Zahlen erwartet er noch in diesem Quartal. "Das Ingenieurbüro Kirchner hat den Auftrag, die Kosten aufzuschlüsseln." Wenn die Summe in fünf bis sechs Wochen feststehe, könne die Gemeinde den Haushalt für 2007 aufstellen. Was sich an - nötigen - Investitionen schon jetzt abzeichnet: "Nach 35 Jahren wird es Zeit, ins Mehrzweckhaus zu investieren", gibt der Bürgermeister einen Ausblick in die Zukunft. Die Fugen im Mauerwerk seien undicht, zögen Wasser. Die Sanierung werde aller Voraussicht nach eine "größere Sache", fürchtet Grabbe. Außerdem will der Rat bei der Firma Kirchner ein "Oberflächenwasser-Kataster" in Auftrag geben, welches Auskunft über die Lage der Kanäle in der Gemeinde gibt. Auch diese Maßnahme werde "einige tausend Euro" kosten. Dritter und letzter Hauptbrocken werde der "Vollzug des B-Plans Peters Feld" sein. Der Rat der Samtgemeinde hatte mit demÄndern des F-Plans Ende März 2006 die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Gemeinde Ahnsen die im Ort umstrittene Maßnahme umsetzen kann. Gleichsam "nebenbei" muss die Gemeinde 2007 natürlich auch noch in den Unterhalt des Sport- und Spielplatzes, aber auch in den der Straßen und Wege investieren. "Denn wir nehmen den Sportvereinen ja noch kein Geld für den Betrieb des Sportplatzes respektive das Nutzen des Mehrzweckhauses ab", erinnert der Bürgermeister. Das werde auch 2007 definitiv so bleiben. Nicht zu vergessen: Mit einer Abschlussfeier soll das Jubiläum "750 Jahre Ahnsen" im Mai zu Ende gehen. Der genaue Termin steht noch nicht fest. In jedem Fall aber wird es einen Festvortrag von Dr. Stefan Brüdermann, Vize-Leiter des Niedersächsischen Staatsarchivs, geben. Außerdem, so der Plan, soll ein Gedenkstein enthüllt werden, der an das Jubiläum erinnert.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare