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Auftakt zum Schützenfest mit einem Stein zur Erinnerung an die 700-Jahr-Feier in Rolfshagen

"Steine setzenüber Jahrhunderte ihre Zeichen"

Rolfshagen (la). Kanonenböller erschüttern den Ort, der Spielmannszug musiziert, und Hunderte Rolfshäger stehen in Gruppen auf dem Schulhof und an der Straße, um den Auftakt zur 700-Jahr-Feier des Auetal-Dorfes zu erleben.

veröffentlicht am 04.06.2007 um 00:00 Uhr

Mit ihrem Bierfass ziehen die Napoleon-Truppen zunächst zufriede

"Steine setzenüber Jahrhunderte ihre Zeichen. Schon in grauer Vorzeit, in der jüngeren Steinzeit, sind nachweislich Spuren unserer Vorfahren gefunden worden. Bei Erdarbeiten 1935 in der Siedlung fand man eine Steinaxt", sagte Hans-Peter Solasse, Vorsitzender von "Rolfshagen Aktiv" bei der feierlichen Enthüllung des Gedenksteines und erklärte damit, warum sich der Verein für diesen Stein zur Erinnerung an die 700-Jahr-Feier entschieden hat. Solasse dankte den Obernkirchener Sandsteinbrüchen und der Gemeinde Auetal für die Unterstützung, sowie dem Kunstbildhauer Friedjof Runge, der mit seiner Kreativität die Inschrift künstlerisch eingebracht hat. "700 Jahre Rolfshagen 2007" ist auf dem Stein zu lesen und auf der Rückseite strahlt eine Sonne. Ortsvorsteher Rüdiger Teich dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und freute sich, dass so viele Einwohner zu der ersten großen Auftaktveranstaltung gekommen waren. Alle neue gegründeten Rotts waren gekommen. In einheitlichen T-Shirts oder durch Button zeigten sie ihre Zugehörigkeit. Marion Horstmeier hatte das Ansinnen des Festkomitees in Reimen zusammengefasst: Uns steht ein großes Fest ins Haus, das wollen wir feiern in Saus und in Braus. Hiermit laden wir Euch ein, damit keiner bleibt an diesem Tag allein. Die Gemeinschaft des Dorfes soll gefördert werden, denn Zusammenhalt ist wichtig auf unser Erden. Drum kommt alle zum Platz des Festes, denn Tanz und Gesang ist nur für unser Bestes. Ganz so harmonisch ging es allerdings auf dem Schulhof nicht zu. Napoleons Truppen zündeten immer wieder die Kanone, um dem Volk Angst einzuflößen. Lutz Monden vom Schützenverein und König Mario Cascino versuchten die "Franzosen" milde zu stimmen und überreichten ihnen ein 30-Liter-Fass Bier und etwas Geld. "Das Bier möge euch im Halse stecken bleiben", konnte sich Monden nicht verkneifen. Kay-Uwe Wichmann von der Napoleon-Truppe schaute sich abschätzend das Fass und die Geldscheine an und meinte: "Das reicht für Essen und Trinken für zwei Wochen. Solange werden wir vielleicht Frieden halten." "Von dem Geld könnt ihr ein Loch buddeln, Napoleon nach der Schlacht dort reinwerfen und eine Tanne drauf pflanzen", konterte Monden. Napoleon war beim Anschießen übrigens nicht dabei. Er brütete in seiner Unterkunft einen neuen teuflischen Schlachtplan aus. Im Anschluss an das Geplänkel zwischen dem Volk und den Napoleonanhängern wurde auf dem Schulhof kräftig gefeiert. Die Schaumburger Trachtenkapelle und der Spielmannszug der TuSG Rolfshagen sorgten dabei für Stimmung. In zwei Wochen steigt dann die große 700-Jahr-Feier in Rolfshagen.

Siegbert Held (v.l.), Peter Treff und Doris Leder enthüllen den
  • Siegbert Held (v.l.), Peter Treff und Doris Leder enthüllen den Gedenkstein.


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