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Klußmeyer und Schorling: Risiko zu groß / Peters: Jetzt muss die Stadt schnell handeln und die Sportanlage sanieren

Steinanger: Ohne Rechtssicherheit keine Investitionen

Rinteln (wm). Sparkassenvorstandsmitglied Günther Klußmeyer stellte gestern in einer ersten Reaktion auf das Hochwassergutachten (wir berichteten) klar, dass Investoren logischerweise Projekte nur auf einem baureifen Land verwirklichen könnten. Klußmeyer: "Man muss die Situation respektieren, wie sie ist." Die Gefahren durch ein Hochwasser würden eben heute anders bewertet als noch vor Jahren.

veröffentlicht am 13.06.2007 um 00:00 Uhr

Aus dieser Perspektive mache es für Investoren auch keinen Sinn, das Risiko einer Klage mit ungewissem Ausgang einzugehen. Das schlechteste Szenario wäre gewesen, die Politik setzt einen Bebauungsplan um, die ersten Häuser stehen und dann ist Baustopp. Überlegen könnte man noch, ob im Sinne einer Weiterentwicklung der Stadt - als kleine Lösung gewissermaßen - eine Umsiedlung des Reitvereins wie der Schützen weiter geprüft wird, um eine Häuserzeile am Rande des Steinanger zu bauen. Volksbankvorstand Joachim Schorling sieht die Situationähnlich wie sein Kollege im Vorstandsamt der Sparkasse: "Es ist schade, dass sich das Projekt wohl nicht realisieren lässt. Aber wir können erst investieren, wenn wir Rechtssicherheit haben." Es läge jetzt an der Politik, diese zu schaffen. Schorling sieht vor allem die Stadt in der Pflicht, die Sportplatzfrage schnell zu lösen, um nicht einen weiteren Standortnachteil zu haben. Claus Peters vom SC-Vorstand nannte noch einen weitern wichtigen Grund, warum es jetzt schnell gehen müsse: Der vom Niedersächsischen Sportbund zugesagte Zuschuss für eine Sportplatzsanierung gelte nur für dieses Jahr. Wobei Peters davon ausgeht, dass der ursprünglich für einen Sportplatzbau an der Burgfeldsweide beantragte Zuschuss auf den Steinanger übertragbar ist. Grundsätzlich begrüßte der Verein, am Steinanger bleiben zu können. Es sei schließlich das "überörtliche Interesse" eines Umzuges an die Burgfeldsweide gewesen, von dem sich der Verein habeüberzeugen lassen. Das Wichtigste für den Verein, betonte Peters, seien die Sportplätze, damit der Verein mit seinen vier Herren- und 16 Jugendmannschaft an einer Stelle vereint werde. Das bedeute für den Steinanger ein Kunstrasenplatz, die Sanierung des A-Platzes und eine Wiese als Trainingsplatz für Kinder wie Jugendliche. Alles andere, wie neue Duschen, sei gemessen an dieser Aufgabe zweitrangig. Für Martina Altfeld, Pressesprecherin des Reitvereins ist klar, dass eine Teilsanierung der Reithalle - sollte alles beim Status quo bleiben - unverzichtbar ist. Mindestforderung sei die Sanierung des Daches und der Fensterfront. Dietrich von Blomberg, einer der Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Verkauf des Steinangers, will die neue Entwicklung mit einem Fest feiern mit Blasmusik, Bier, Apfelschorle aus Exten und einem Ochsen am Spieß und das selbstverständlich auf dem Steinanger. Ein Fest, zu dem alle Bürger eingeladen sind. Wobei von Blomberg dieses Fest auch als Versöhnungsgeste gegenüber all denen verstanden wissen will, "denen wir versehentlich auf die Füße getreten haben sollten - uns ist es immer nur um die Sache gegangen, nicht um Persönliches." Von Blomberg blieb gestern in einem Gespräch bei seiner Meinung, die Fragen der Rechtmäßigkeit einer Bebauung auf dem Steinanger hätte die Verwaltung auch vorher klären können - und damit allen eine Menge Arbeit wie Ärger erspart. Dass die Bürgerinitiative keine Alternativvorschläge zu einer Wohnbebauung vorgelegt habe, so von Blomberg, sei aus "rein taktischen Gründen" geschehen - ein Bürgerbegehren wäre dann unter Umständen rechtlich anfechtbar gewesen. Wie es mit dem Bürgerbegehren weitergeht, das entscheide sich bei der nächsten Ratssitzung. Sein Vorschlag: Der Rat tritt dem Bürgerbegehren dabei, damit habe sich die Sache dann von selbst erledigt.



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