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Durch Gebührenfreiheit zurzeit keine höheren Anmeldezahlen erwartet

"Statistisch betrachtet gehen bereits alle Kinder in einen Kindergarten"

Rinteln (wm). Von der Gebührenfreiheit für das dritte Kindergartenjahr - wie beschlossen - und das erste Kindergartenjahr - wie von der CDU-Ratsfraktion beantragt - erwartet die Stadtverwaltung keine deutlich steigenden Anmeldezahlen in den Rintelner Kindergärten. Jörg Schröder, Erster Stadtrat und zuständiger Dezernent für die Kindergärten, drückte das plakativ so aus: "Rein statistisch betrachtet gehen bereits alle Rintelner Kinder in einen Kindergarten." An den Gebühren scheitere das nicht, sozial schwache Familien erhielten nämlich "wirtschaftliche Jugendhilfe".

veröffentlicht am 18.04.2007 um 00:00 Uhr

Auch im Kindergarten Hohenrode gibt es jetzt Krippenplätze. Hier

Ohne die neu eingerichteten Krippenplätze und die altersübergreifenden Gruppen (für Kinder im Alter ab zwei Jahren) wie auch die Ausweitung der Betreuungszeiten müssten Rintelns Kommunalpolitiker eher über die Schließung von Kindergärten nachdenken. Das ist aber aktuell kein Thema - einziger Problemfall der Spielkreis in Uchtdorf. Aus Sicht der Eltern stellt sich das Bild allerdings noch etwas anders dar: Eltern wünschen verständlicherweise Kindergartenplätze möglichst am Wohnort, vor der Haustür. Inwieweit das für jedes Kind möglich ist, so Schröder, werde man im Mai wissen. Dann, anlässlich der nächsten Sitzung des Sozialausschusses, sollen die aktuellen Anmeldungen für August für alle Kindergärten vorliegen. Schröder hofft, dass bis dahin auch mit dem Land Niedersachsen geklärt ist, wie und in welcher Höhe die Kindergartengebühren für das dritte Kindergartenjahr vom Land erstattet werden. Hier sei zurzeit die Diskussion noch in vollem Gang. Für Schröder ist klar: Die Regelung muss einfach sein, ohnegroßen bürokratischen Aufwand. Krippenplätze in städtischen Einrichtungen gibt es zurzeit in der "Wichtelburg" am Rathaus, im Kindergarten am Kreiskrankenhaus und seit neuestem auch in Hohenrode. In Hohenrode wird der neu eingerichtete Kindergarten mit den Krippenkindern (früher Spielkreis) jetzt "kreisübergreifend" geführt. Eltern aus Rumbeck wie aus Hemeringen haben bereits Interesse angemeldet, ihre Kleinkinder nach Hohenrode zu schicken - ideal für Eltern, die morgens ohnehin von Berufs wegen auf dem Weg nach Rinteln in Hohenrode vorbeikommen. Die Rintelner Ratsfrau und Ortsratsmitglied Gerlinde Göldner-Dorka (SPD) besichtigte gestern gemeinsam mit Dirk Adomat und Waltraud Ahrens vom Hessisch Oldendorfer Rat den Kindergarten in Hohenrode, wo sich die Hessisch Oldendorfer über die Situation informierten. Jenseits der Kreisgrenze südlich der Weser gibt es zurzeit Krippenplätze nur in Segelhorst. In Hemeringen müsse der Kindergarten dringend saniert werden. Deshalb, so Dirk Adomat, greife man gern das Hohenroder Angebot auf - die Bürgermeister hätten sich hier auch bereits auf dem "kurzen Dienstweg" verständigt. Zurzeit besuchen 14 Kinder den Hohenroder Kindergarten, davon zwei Krippenkinder. Andrea Furche beim Kirchenkreis in Wunstorf zuständig für die kirchlichen Kindergärten in Rinteln, geht davon aus, dass das wie auch immer gewählte künftige Finanzierungsmodell von Land wie Stadt auch für die kirchlichen Kindergärten umgesetzt werden wird. Krippenplätze gibt es übrigens in kirchlichen Kindergärten nur in Steinbergen - hier gleich eine ganze Gruppe mit 14 Kindern, dagegen nicht im Nikolai-, Comenius- wie Oberlin-Kindergarten. Jutta Meves, Kindergartenleiterin am Comenius-Kindergarten, erläuterte warum: "Wir sind voll." Schon die Kinderzahllasse die Bildung von Krippengruppen nicht zu und die passten zurzeit auch nicht in das pädagogische Konzept.



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