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Der erste Hamelner Bouleclub „Bouletown Rats“ besteht seit zehn Jahren

Startschuss war die Stadtmeisterschaft

Hameln. Vor 11 Jahren (2004) wurde von dem mittlerweile verstorbenen Horst Matuschak die Boule-Stadtmeisterschaft ins Leben gerufen. Aus diesem Event, dass neun Jahre von der Dewezet und der Stadtsparkasse ausgerichtet wurde und nun im dritten Jahr von dem Verein mit Unterstützung einiger Sponsoren weitergeführt wird, entstand bei den zehn Gründungsmitgliedern der Wunsch, dieses Freizeitvergnügen doch intensiver als nur einmal jährlich zur Stadtmeisterschaft zu betreiben.

veröffentlicht am 16.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:10 Uhr

So gründeten sie am 14. Juli 2005 den 1. Hamelner Boule-club „Bouletown Rats“. Mit steigender Mitgliederzahl trat der Club auch dem Niedersächsischen Petanque Verband bei, und seine Mitglieder fingen an, in der Bezirksliga zu spielen, um sich mit anderen Vereinen und Spielern zu messen.

Derzeit hat der Verein 41 Mitglieder, darunter drei Jugendliche. Davon sind 36 Lizenzspieler und 26 Mitglieder, die in drei Mannschaften am Ligabetrieb teilnehmen. Seit Jahren haben sie von mittlerweile 69 dem NPV angeschlossenen Vereinen den 9. Platz in der Vereinsrangliste inne.

Die 1. Mannschaft stieg 2010 ungeschlagen in die Regionalliga auf. 2013 folgte der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse – die Niedersachsenliga. Danach kommt nur noch die Bundesliga. Dort oben ist die Luft allerdings schon so dünn, dass das Team am Ende der Saison wieder in die Regionalliga rutschte. Die 2. und 3. Mannschaften spielen beide in der Bezirksliga. Die 2. Mannschaft ist sogar optimistisch, in diesem Jahr den Sprung in die Bezirksoberliga zu schaffen. Als Tabellenerster nach drei Spieltagen ist das Team kaum noch vom 1. Platz zu verdrängen.

Seit Bestehen gibt es weitere Erfolge zu verzeichnen. Mehrfache Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften wurden durch erfolgreiches Abschneiden bei Landesmeisterschaften in sämtlichen Disziplinen (Tête, Doublette sowie Triplette und Tir de Precision) erreicht. Weitere Events des Vereins sind seit sieben Jahren die Veranstaltung der „Rats Trophy“, die immer an einem Samstag stattfindet und am Vorabend mit einer Supermelée, der „Bouletown Night“, eröffnet wird. Seit acht Jahren findet auch die Winterserie großen Zuspruch. Dazu kommen noch die Vereinsmeisterschaften in allen vier Disziplinen (Tête, Doublette, Triplette sowie Tir de Precisison). Als geselliges Rahmenprogramm kommen noch Aktivitäten wie Bosseln, Kegeln, Grünkohlessen mit Wanderung und Fahrradboule (kleine Radtour mit Boule-Pausen) dazu.

Das Training findet von März bis Oktober dienstags und donnerstags ab 16 Uhr auf dem Vereinsgelände beim TC am Rennacker statt; im Winter, von November bis Februar, treffen sich die Mitglieder im Bürgergarten zum Spiel. Wer Interesse hat, einmal „rein zu schnuppern“, ist jederzeit herzlich willkommen. Entgegen der immer noch weitverbreiteten Ansicht, Boule sei nur ein „Rentnersport“, kann sich jeder gern davon überzeugen lassen, dass es nicht nur darum geht, in der Freizeit einfach ein paar Kugeln zu werfen. Der Boulesport sei anspruchsvoller, als man auf den ersten Blick erkenne. Es erfordere taktisches Verständnis und Geschick, um erfolgreich zu spielen. Vorrang habe jedoch immer die Freude am Spiel. Denn das Schöne sei, Boule sei ein Sport für Jung und Alt und er sei leicht zu erlernen.

Die Disziplinen: Bei „Tête“ (franz. Kopf) spielt ein Spieler gegen einen anderen. Bei der „Doublette“ spielen zwei gegen zwei, bei der „Triplette“ drei gegen drei. Der „Tir de Precision“ ist ein Wettbewerb um Treffsicherheit, bei Supermelée werden die Teilnehmer in jeder Spielrunde neu zusammen gelost, es wird dabei also nicht in feststehenden, eingespielten Teams gespielt.



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