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Torsten Reinecke leitet ab sofort das Schulzentrum, Sabine Wascheszio ist neue Konrektorin der Grundschule

Start ins neue Schuljahr - mit zwei neuen Schulleitern!

Obernkirchen (clb/sig). Führungswechsel beim Schulzentrum "Am Ochsenbruch": Rektor Wolfgang Fließ hat sich verabschiedet; ihm folgt Torsten Reinecke aus Rodenberg. Mit seinen 40 Jahren ist der Pädagoge einer der jüngsten Schulleiter im ganzen Schaumburger Land.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:42 Uhr

Natürlich weiß Reinecke, dass sein Vorgänger keine kleinen Fußstapfen hinterlassen hat. Aber er zählt auf die kooperative Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Kollegium, dem Schulelternrat und mit den Schülern. Nicht zuletzt freut er sich auf die Zusammenarbeit mit Julia Wiersig, die als Sozialarbeiterin das Betreuungsangebot sowie das Klima am Schulzentrum entscheidend mitgeprägt hat. Reinecke hat bereits in seiner Funktion als Konrektor der Rodenberger Realschule wichtige Führungserfahrung gesammelt. Zudem war er an einer Herforder Realschule mit der Leitung der Fachkonferenz in Geschichte vertraut; das setzte sich in Rodenberg für die Bereiche Geschichte, Soziales und Weltkunde fort. Seine Unterrichtsfächer sind Deutsch, Erdkunde, Politik, Wirtschaft und Geschichte. Alle sozialen Einrichtungen, die sich das Obernkirchener Schulzentrum im Laufe der Jahre erarbeitet hat, will Torsten Reinecke erhalten und fördern - von den Scouts bis zu den Streitschlichtern. Er unterstrich während des Gesprächs auch die Bedeutung der Sozialkompetenz der Schüler, wozu er Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit zählt, und ebenso die Notwendigkeit einer berufsorientierten Ausbildung. Dafür gab es sinnvolle Konzepte in Rodenberg für die Schüler der achten und neunten Klassen, die durchaus Chancen haben, sich auch in der Bergstadt zu bewähren. Gerade für die Hauptschüler sei eine intensivere Vorbereitung auf das spätere Berufsleben wichtig, unterstrich der Schulleiter. Er bedauere, dass es immer weniger Berufe gebe, die sich für Hauptschüler öffnen. Das beobachte er zum Beispiel beim Kfz-Handwerk, wo die Elektronik ein immer größeresGewicht erhalte. Reinecke sieht es daher als unerlässlich an, spezielle Begabungen rechtzeitig zu erkennen und zu fördern: Es sei ein sträflicher Zustand, Begabungsreserven zu vernachlässigen, weil jemand mit mehrstufigen Schulsystemen nicht zurechtkomme. Auch an der Grundschule am Kammweg gibt es einen Wechsel an der Führungsspitze: Nachdem Konrektor Eckbert Preuß nach 32 Dienstjahren in den Ruhestand getreten ist, hat Sabine Wascheszio seine Nachfolge angetreten. Die 46-Jährige wohnt in Lemgo, hat in Hannover die Fächer Sachunterricht, Evangelische Religion und Textiles Gestalten studiert und in den letzten 14 Jahren an privaten Schulen Unterricht gegeben. Bis jetzt sind die ersten Eindrücke nur positiv, die Sabine Wascheszio von ihrer neuen Arbeitsstelle hat. "Und ich hoffe, dass sich die Zusammenarbeit gut gestalten wird und das Projekt Schule sich entsprechend weiterentwickeln kann", schildert die neue Konrektorin ihre Erwartungen. Ab heute unterrichtet sie auch ihre eigene Klasse - eine erste - in allen Fächern. Nachdem sie ihrem neuen Kollegium bereits vorgestellt worden ist, haben die Schüler morgen in der zweiten Stunde im Forum der Grundschule verschiedene Vorführungen für Sabine Wascheszios Einstand vorbereitet. Auch Schuldirektor Claus-Dieter Gnad freut sich auf eine gute Zusammenarbeit, betont aber zugleich, dass viel Arbeit auf alle Lehrkräfte zukommt: "Für das Jahr 2008 steht die Ganztagsbetreuung sowie die Integration der Krainhäger Klassen auf dem Programm - zunächst ein großer Kraftakt!" Von den räumlichen Voraussetzungen sei dies aber kein Problem. EinigeÄnderungen gebe es in der Schule am Kammweg bereits jetzt schon: Neu im Angebot sei die sonderpädagogische Grundversorgung der ersten und zweiten Klassen - 16 Förderstunden wöchentlich (verteilt auf die einzelnen Klassen) werden von speziellen Förderlehrern der Albert-Schweizer-Schule unterrichtet, erzählt Gnad. Zudem befinde sich jetzt im ehemaligen Hausmeistergebäude eine Mensa. Der Schulkindergarten sei aufgrund mangelnder Kinderzahlen seit Beginn dieses Schuljahres nicht mehr in Betrieb.

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