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29 Mitarbeiter in der Fabrik an der Marienthaler Straße sind betroffen / Am 31. Dezember ist Schicht

Stankiewicz-Werk in Hameln wird geschlossen

Hameln (ni). Für die 29 Mitarbeiter des von Faurecia an Stankiewicz und zuletzt an die amerikanische IAC Group verkauften Automobilzulieferers kam die schlechte Nachricht völlig überraschend: Zum 31. Dezember wird der Produktionsstandort Hameln geschlossen. Die Fertigung von Formteilen für die Innenausstattung von Fahrzeugen soll nach Hamburg und Celle verlagert werden.

veröffentlicht am 14.10.2009 um 16:04 Uhr

Das Aus für das Werk an der Marienthaler Straße.  Foto: Dana

Nach der im Juli erfolgten Übernahme und der Erklärung durch den Zulieferer IAC, alle ehemaligen Stankiewicz-Standorte in Deutschland zu erhalten, seien die Mitarbeiter „sehr enttäuscht, dass diese Zusage nicht eingehalten werden soll“, heißt es in einer Erklärung des Betriebsrates. Die Belegschaft wurde Donnerstag von der bevorstehenden Schließung informiert. Der Betriebsrat hat angekündigt, die Umstände, die zu dieser Entscheidung geführt haben, „intensiv prüfen“ zu wollen.

Vor vier Jahren waren in den Fabrikhallen an der Marienthaler Straße noch 123 Mitarbeiter mit der Herstellung von Nadelvlies-Teppichen für die Automobilindustrie beschäftigt. Anfang 2007 lagerte der in finanzielle Bedrängnis geratene Konzern Faurecia die Produktion an seinen französischen Standort Mouzon aus; in Hameln blieben nur noch der Bereich „Verformung“ und zunächst 34 Arbeitsplätze erhalten. Im März 2008 übernahm Stankiewicz das Hamelner Werk. Doch schon Ende des Jahres geriet auch der Autozulieferer aus Adelheidsdorf bei Celle in den Strudel der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Anfang 2009 kaufte die amerikanische IAC Group das Unternehmen und erklärte damals, die Stankiewicz-Standorte in Deutschland auch künftig erhalten zu wollen.

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