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400 Jahre Stadtrecht - 450 Jahre Reformation: Veranstaltungsreigen enthält zwei neue Feste

Städtisches und geistliches Jubiläum in 2009

Bückeburg (bus). In der ehemaligen Residenzstadt stehen im kommenden Jahr - zusätzlich zu den in vertrauten kurzfristigen Rhythmen wiederkehrenden Festen - zwei aus besonderen Anlässen in Szene gesetzte Feierlichkeiten auf dem Programm. 2009 jährt sich am 5. Februar zum 400. Mal der Tag, in dessen Verlauf Bückeburg erstmals als Stadt bezeichnet wurde. Weitere 50 Jahre zuvor hielt die von Martin Luth er angezettelte Reformation in Schaumburg Einzug. Die "runden" Jubiläen sollen in angemessener Form gewürdigt werden.

veröffentlicht am 30.06.2008 um 00:00 Uhr

Die Bückeburger Stadtkirche wird einen der Mittelpunkte der aus

Um die Organisation der "städtischen" Abteilung kümmert sich ein unter dem Dach des Ratsausschusses für Kultur und Fremdenverkehr angesiedelter Arbeitskreis. Dessen Mitgliedern schwebt außer einem zeitnah am authentischen Datum angesiedelten Festakt und einem weihevollen Höhepunkt im Spätsommer ein über das ganze Jahrverteilter Veranstaltungsreigen vor. Thematischer Schwerpunkt soll das bürgerliche Leben in der ehemaligen Residenzstadt sein. In der Ideensammlung der Experten spielen die Stichwörter "Marktrecht" (inklusive spezieller Ausstattung und Benennung des Frühjahrsmarktes) und "30-Jähriger-Krieg" (Vorträge mit stadtbezogenen Bildern, Fakten und Daten) ebenso eine Rolle wie "Handwerker" (Sonderausstellung im Landesmuseum, spezielle Stadtführungen) und "Hugenotten" (Aufnahme und Integration, heute noch sichtbare Spuren). Darüber hinaus könnten das Bürgerbataillon (Hintergründe und Umstände des Freischießens), Dr. Bernhard Faust (mit besonderem Schwerpunkt auf dessen Stadtmodell "Heliopolis") und die sogenannten Hollandgänger (Auswirkungen der Mobilität früherer Wanderarbeiter auf die Stadtentwicklung) behandelt werden. Bückeburger Jäger, das Vereinsleben und bedeutende Bückeburger Bürger könnten weitere Themen darstellen. Im "geistlichen" Bereich befinden sich die Planungen derzeit noch im Anfangsstadium. Fest steht aber bereits, dass des Einzugs lutherischen Gedankengutes von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe "mehrgipfeligüber das Jahr verteilt" gedacht werden wird. Wie Pastor Dr. Wieland Kastning dem Kultur- und Fremdenverkehrsausschuss berichtete, soll eine "vom Event bis zum Symposium reichende Reihe" auf die Beine gestellt werden. Als möglichen Schwerpunkt nannte der Stadtkirchenpastor ein mit prominenten Wissenschaftlern und Künstler bestücktes dreitägiges "Wochenende der Reformation". Kastning erläuterte den Ausschussmitgliedern, dass das Reformationsjubiläum zwar landkreisweit begangen werde, der Schwerpunkt aber am Bischofssitz Bückeburg angesiedelt sei. Gegenwärtig befinde sich das zuständige Gremium auf einer "Spurensuche", um die Inhalte von Workshops, Ausstellungen und Vorführungen auszuloten. Unumstritten ist in der Planungsabteilung, betonte der Berichterstatter, die Beteiligung möglichst vieler Glaubensrichtungen; ein ökumenischer Gottesdienst stehe außer Frage. Der Kulturausschuss hörte die vielfältigen Ankündigungen mit allerhand Wohlgefallen, mahnte aber mit der Stimme seines stellvertretenden Vorsitzenden Peter Kohlmann einen Austausch der Arbeitskreise untereinander an. "Sonst könnten wir uns am Ende mit einem Zuviel des Guten konfrontiert sehen", sagte der im Ortsteil Knatensen lebende Ratsherr. Knatensens urkundlich belegte Ersterwähnung als Gnatenhuson datiert auf das Jahr 1183.



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