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Übergangs-Geschäftsführer - weil sich Gesellschafter nicht auf Führungskraft einigen konnten

Stadtwerke: Dirk Rabeneck springt als Chef ein

Bückeburg/Stadthagen (wer). Schadensbegrenzung am Tag danach: Auf das Scheitern des Findungsverfahrens zur Wahl des Geschäftsführers reagieren die Stadtwerke Schaumburg-Lippe mit der Einleitung eines Findungsverfahrens. Diesmal allerdings mit Unterstützung eines externen Moderators. Den Führungsposten soll übergangsweise Dirk Rabeneck, ein Abteilungsleiter von E.on Westfalen-Weser, übernehmen.

veröffentlicht am 29.09.2007 um 00:00 Uhr

Chef auf Zeit: Dirk Rabeneck

Eigentlich hätte auf der Pressekonferenz, zu der Aufsichtsratschef Bernd Hellmann und Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach einluden, der neue Geschäftsführer präsentiert werden sollen. Doch der Kandidat, der am Ende des Auswahlverfahrens stand, fand im Aufsichtsrat nicht die nötige 75-Prozent-Mehrheit: Nur acht von 15 stimmberechtigten Mitgliedern schenkten ihm das Vertrauen (wir berichteten). Hätte das geordnete Findungsverfahren mit mehreren Auswahl- und Interviewrunden nicht zum Erfolg verpflichtet? Brombach, der sich im Aufsichtsrat gegen den Bewerber ausgesprochen hatte, begründet das Votum mit der "Verantwortung für das Unternehmen": Leichtfertig wäre es gewesen, einen Bewerber mitzutragen, von dessen Qualitäten man nicht überzeugt sei, nur um eine schnelle Nachfolgeregelung zu erreichen. "Es wird niemand bestreiten, dass wir qualifizierte Bewerbungen hatten", sagt Brombach. "Nur war die Qualität entweder an der falschen Stelle vorhanden oder nicht ausreichend." Das sehen andere Mitglieder des Aufsichtsrates anders. Obernkirchens Bürgermeister Oliver Schäfer zum Beispiel hat eine weitere Mitarbeit in der Findungskommission ausgeschlossen. "Die Bewerber, die in die engere Wahl gekommen sind, waren fachlich geeignet", begründet er seine Entscheidung. Im zweiten Anlauf soll jetzt ein externer Moderator vermitteln, außerdem wollen die Gesellschafter ein Anforderungsprofil erstellen. Dabei soll die kommunale Trägerschaft des Unternehmens stärker in den Vordergrund rücken. Die Stadtwerke wollen im Kundenkontakt aus dem Schatten des Briefpapiers von E.on hervortreten. Das neue Bewerbungsverfahren sei "absolut offen", betont Brombach. Gemeint ist: Auch hausinterne Bewerbungen werden zugelassen. In der Findungskommission hatte der Bürgermeister Ex-Geschäftsführer Helmut Feldkötter, derzeit Abteilungsleiter bei den Stadtwerken, ins Gespräch gebracht. Feldkötter, dessen inhaltliche Kompetenz kaum bestritten wird, war Anfang 2004 an den Stadthäger Aufsichtsräten und der 75-Prozent-Klausel für die Verlängerung seines Vertrages gescheitert. Dem Vernehmen nach hatte er sich jetzt - anders als damals - nicht für den Chefposten beworben. Befragt nach Feldkötter, äußert sich Hellmann diplomatisch: "Wir haben hier kompetente Abteilungsleiter, ich stehe hinter ihnen." Am Montag wird Interims-Geschäftsführer Dirk Rabeneck am Schreibtisch von Karl Schleef Platz nehmen. Der 38-Jährige führt die Stadtwerke im Nebenamt, er bleibt Leiter der Stabsabteilung Wasser/Abwasser bei E.on Westfalen-Weser. Rabeneck verfügt bereits über nebenamtliche Führungserfahrung: Für ein Jahr war er Geschäftsführer der Stadtwerke Minden.

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