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Machbarkeitsstudie mit sechs Alternativen / Workshop soll Favoriten ermitteln

Stadtplaner stellen vor: Bis zu 150 neue Wohnungen am Steinanger

Rinteln (wer). Auf den Plänen stehen sie schon, "Stadtvillen" neben "Punkthäusern", das Weserwasser schwappt in Rintelns neuen Hafen. Virtuell ist das Filetstück der Innenstadt bereits bebaut, in sechsfacher Ausfertigung: Volksbank-Chef Joachim Schorling und Sparkassen-Vorstand Günther Klußmeyer haben Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz am Dienstag die Machbarkeitsstudie zum Steinanger überreicht.

veröffentlicht am 23.11.2006 um 00:00 Uhr

Zwei Stadtplaner, die "infraplan Gesellschaft für Infrastrukturplanung" aus Celle und das "Atelier für Architektur und Design" (AAD) aus Obernkirchen, haben je drei Visionen zu Papier gebracht, wie die 48 600 Quadratmeter große Fläche als modernes Mehrgenerationen-Wohngebiet gestaltet werden kann. In den sechs Konzepten entstehen zwischen 86 und 152 Wohneinheiten in verschiedenen Haustypen. Alle Entwürfe mischen kleine Einfamilien- mit größeren Reihenhäusern, die nicht höher als dreigeschossig gebaut werden. Für Baudezernent Reinhold Koch liegt im Zusammenspiel verschiedener Wohnformen das besondere städtebauliche Gütesiegel der Vorschläge: Hohe Wohnqualität werde in verdichteter städtischer Bauweise erzielt. Wobei die Verdichtung aus Sicht der Banken nicht zu sehr hinter der weitläufig-grünen Optik zurücktreten dürfe: Aus demographischen wie aus Kostengründen sollte man sich bei der Zahl der möglichen Wohneinheiten nicht an der Untergrenze bewegen, argumentiert Klußmeyer. Zu parkähnlich geratene Alternativen mit geringer Bebauung wurden bereits bei einem früheren internen Präsentationstermin verworfen. Am Bedarf für innenstadtnahes Wohnen mit gehobenem Anspruch zweifeln Sparkasse und Volksbank nicht: "Wir sind überzeugt, dass der Steinanger zu vermarkten ist", sagt Schorling. Ob die heimischen Banken am Ende auch als Investor auftreten, ist jedoch noch offen. Die Stadt wird das Objekt öffentlich ausschreiben. Besondere Details aus den Plänen: AAD bindet die Weser ein, plant einen Hafen und eine Wasserinsel. Infraplan denkt über eine Mauer als Hochwasserschutz nach. Einen Favoriten unter den Entwürfen soll vor den städtischen Gremien ein "Workshop" aus Vertretern der Parteien und Anwohnern herausfiltern. Im Dezember soll sich außerdem der Verwaltungsausschuss noch einmal grundsätzlich mit dem Thema Steinanger und der Auslagerung der Vereine beschäftigen. Für den 4. Dezember plant dieStadt außerdem einen Informationstermin für die Anlieger (um 19 Uhr im Brückentorsaal). Mehr zu den Steinanger-Plänen: Seiten 12 und 13

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