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Kriminalität sinkt in fast allen Bereichen

Stadthagen ist "relativ sicher"

Stadthagen (jl). Die Arbeit der Beamten des Stadthäger Polizeikommissariats im vergangenen Jahr ist nach den Worten ihres Chefs Mathias Schröder "ein einziges Erfolgsmodell, auf das wir stolz sein können". Schröder sagte dies gestern aus Anlass der Vorstellung der Stadthäger Kriminalstatistik für 2006. In der Kreisstadt und deren Umland sinddie wesentlichen Formen von Verbrechen auf Werte gesunken, die unter denen des Landes sowie des Landkreises liegen.

veröffentlicht am 05.05.2007 um 00:00 Uhr

Das Kriminalitätsgeschehen 2006 ist nach Einschätzung Schröders sowie von Michael Panitz, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, und des Präventionsbeauftragten Axel Bergmann ein Mischung von Zufällen aber auch Produkt von Vorbeugungsanstrengungen der vergangenen Jahre. Die Eckdaten geben der Stadthäger Sicherheitslage ein denkbar gutes Zeugnis: So ist die Gesamtzahl der Straftaten gegen den Landestrend um knapp elf Prozent auf insgesamt 2545 registrierte Fälle gesunken. Weit unter Niedersachsen-Schnitt und auch unter Kreisdurchschnitt liegt Stadthagen bei der so genannten Kriminalitätshäufungszahl: Kamen im Raum Stadthagen auf 100 000 Einwohner 5090 Delikte, waren es im Land 7551 und im Landkreis 5990. Auch die Aufklärungsquote von 56,72 Prozent liegt über der auf Landesebene. Von spektakulären Verbrechen ist die Kreisstadt verschont geblieben. Eine Ausnahme hat der Vandalismus in der ehemaligen Orientierungsstufe und der Grundschule Am Stadtturm gespielt. Die Stadthäger Bürger können sich nach Schröders Ansicht "relativ sicher fühlen". Das hat Panitz an der Kriminalitätssparte veranschaulicht, die die Bürger im Ernstfall heftig berührt: Einbrüche und Aufbrüche. So sind Autoaufbrüche und Wohnungseinbrüche stark rückläufig. Von letzeren konnten mehr als 20 Prozent aufgeklärt werden. Die Sinktendenz hat fast alle Deliktbereiche erfasst. Das gilt formell auch für die Rauschgiftkriminalität. Panitz und Schröder sagten, dass in diesem Bereich 2006 nicht so intensiv ermittelt worden ist wie 2005. Stagnation gibt es bei den Körperverletzungen, wo erneut 230 Delikte verfolgt wurden. Davon fallen 45 in die Kategorie häusliche Gewalt. Ein Sorgenkind der Polizei bleiben jugendliche Intensivtäter. "Es sind mir noch zu viele", unterstrich Schröder. Deshalb wird die Bekämpfung jugendtypischer Straftaten ein Schwerpunkt der Polizeiarbeit in diesem Jahr. Dazu gehört laut Bergmann auch die Verstärkung von Jugendschutz-Kontrollen, weil viele Delikte unter Einfluss von reichlich Alkohol geschähen.



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