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Hilfe für Kinder aus einkommensschwachen Familien / Devise: Nur Sachleistungen, kein Bargeld

Stadthäger Schulfonds geht an den Start

Stadthagen (ssr). Für Grundschulkinder aus einkommensschwachen Familien wird die Stadt Stadthagen einen Schulfonds einrichten. Für das Jahr 2008 werden dafür 10 000 Euro bereitgestellt, wenn der Finanzausschuss des Rates kommende Woche den einmütigen Empfehlungen des Schul- und des Familienausschusses folgt. Wichtige Richtlinie: Es werden keine Barmittel ausgezahlt, sondern nur Sachleistungen gewährt.

veröffentlicht am 08.02.2008 um 00:00 Uhr

Eine Befragung der drei Stadthäger Grundschulen hat ergeben, dass stadtweit etwa 340 Grundschulkinder hilfsbedürftig sind, was eine angemessene Ausstattung mit Lernmitteln oder die Teilnahme an Klassenfahrten angeht. Wie in benachbarten Städten auch, wird die Höhe der Unterstützung pro Kind auf einen Wert von 30 bis 40 Euro angesetzt. In der Summe ergibt das rund 10 000 Euro. Im politischen Raum bestehen keine Zweifel, dass der Finanzausschuss die Empfehlung Mitte kommender Woche absegnen wird und die Regelung unverzüglich in Kraft treten kann. Auf Initiative der CDU wird in Stadthagen kein Bargeld ausgezahlt, wie von der Verwaltung zunächst vorgeschlagen, sondern es werden ausschließlich Sachleistungen gewährt. Über die Art der Hilfe entscheiden die Schulleitungen je nach Einzelfall selber. Als Sachleistung gilt auch ein Zuschuss zu einer Klassenfahrt - das Geld wird von der Schule einfach gleich einbehalten. "Das Modell derSachleistung ist der einzige Weg sicherzustellen, dass die Unterstützung auch wirklich bei den Kindern ankommt", begründete CDU-Fraktions chef Gunter Feuerbach diesen Vorstoß. Das bedeute zwar "einen gewissen Aufwand für die Schulen", gewährleiste aber "zielgenaue Hilfen". Nach einer kurzen Debatte erklärten sich die anderen Fraktionen damit einverstanden. Hülya Yavuz (SPD) sagte, der örtliche Schulfonds sei ein "wirksamer lokaler Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit". Richard Wilmers (Grüne/WIR) betonte, eigentlich sei dafür das Land Niedersachsen zuständig. Daher könne das Engagement der Stadt Stadthagen - so richtig es sei - nur vorübergehend sein. Hierin stimmten mit heftigem Kopfnicken sowohl Verwaltungs chef Bernd Hellmann als auch CDU-Sprecher Feuerbach ein.



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