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Sanierungsarbeiten am Finanzamt bald abgeschlossen / Eingeschränktes Arbeiten im Winter beendet

Stadthäger Schloss erstrahlt in neuem Glanz

Stadthagen (ej). Neue Fenster, sanierte Balkone, eine geplante neue Anlaufstelle mit repräsentativem Charakter: im und am Stadthäger Schloss tut sich etwas. In wenigen Wochen werden die Sanierungsarbeiten an der Fassade des hiesigen Finanzamtes abgeschlossen sein. Wenn dann die Baugerüste verschwinden, präsentiert sich den Bürgern der Kreisstadt das Schloss dank denkmalgerechter Sanierung in neuem Glanz.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:06 Uhr

Die Fenster des Schlosses werden komplett erneuert. Foto: ej

Als im Jahre 1534 unter dem Grafen Adolf XI. begonnen wurde, die Reste der mittelalterlichen Wasserburg im Südosten Stadthagens zu rekonstruieren und einen großzügigen Neubau drumherum zu bauen, waren Thermopane-Fenster noch völlig unbekannt. Der schwäbische Baumeister Jörg Unkair, der die Architektur der frühen Weserrenaissance ganz entscheidend geprägt hat, machte sich vermutlich kaum Gedanken über hohe Heizkosten und zugige Arbeitsplätze. Das Schloss, das als das älteste und einflussreichste Baudenkmal der Weserrenaissance in Niedersachsen gilt, wurde zwar im Jahre 1875 umfassend restauriert und im Laufe der folgenden Jahrzehnte permanent instandgehalten, doch hier und da tauchten immer wieder kleine Wehwehchen auf. In den vergangenen Jahren machten den Mitarbeitern des im Schloss beheimateten Finanzamtes die Fenster der Südfassade zu schaffen. Deshalb wurden diese durch neue ersetzt. Auch die restlichen Fassaden und ein weiterer Balkon sind jetzt mit neuen Fenstern bestückt worden. Die alten Fenster waren irreparabel, und es zog aus allen Löchern. Vor allem das Arbeiten in der kalten Jahreszeit sei nicht selten eingeschränkt gewesen, klagten Mitarbeiter vor der Sanierung. Doch das ist jetzt Geschichte. Die neuen Fenster sind ein echter Hingucker. "Schön, dass man sich für hübsche Sprossenfenster entschieden hat", freut sich Amtsvorsteher Jürgen Siegmann. Diese sind nach Angaben des Staatlichen Baumanagements in Bückeburg, das die Bauarbeiten koordiniert, nicht nur auf dem neuesten Stand der Technik, sondern passen jetzt auch besser zum gesamten Ensemble. Auch an dem südwestlich gelegenen Balkon mit angeschlossener Terrasse hatte der Zahn der Zeit genagt. "Die Holz-Stahl-Konstruktion drohte einzustürzen", erklärte der Amtsvorsteher. Deshalb sei unter anderem das Fundament verstärkt worden. "Gut, dass wir die Mittel für die Sanierungsarbeiten bekommen haben.Denn ein Verschieben der Arbeiten hätte nichts gebracht - das wäre nur noch teurer geworden", so Siegmann. Jetzt sei sogar weniger Geld als ursprünglich eingeplant benötigt worden. Auch die Fenster vom Kavaliershaus konnten deshalb noch gestrichen werden. Aber damit nicht genug: Das nächste größere Projekt stehe bereits auf dem Plan, freut sich der Finanzamts-Chef. So solle es eine neue attraktive zentrale Anlaufstelle geben. Vorgesehen sei dafür ein repräsentativer großer Raum mit Säulen im zur Amtspforte ausgerichteten Gebäudeflügel. Auch dafür sei das Geld bereits bewilligt. Bis zum Frühjahr 2008 solle dieser Raum, der vorher Büro- und Archiv-Räume beherbergte, fertiggestellt sein. "Das wird richtig schön hergerichtet", verspricht Siegmann.

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