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Karl Koller (86): Nach einem Vierteljahrhundert ist Schluss / 50 000 Euro für die "Lebenshilfe" eingespielt

Stadthäger Original hört mit dem Drehorgelspiel auf

Stadthagen (ssr). Ein Vierteljahrhundert war er aus dem Stadtbild kaum wegzudenken: der Drehorgelspieler Karl Koller. Doch nun ist mit den Auftritten des stets in Schaumburg-lippischer Landestracht orgelnden Originals endgültig Schluss. Mittlerweile 86 Jahre alt, lässt Koller wissen, dass er aus gesundheitlichen Gründen keine Aufträge mehr annehmen kann.

veröffentlicht am 01.06.2007 um 00:00 Uhr

Kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Drehorgel spielen:

Egal, ob beim Schützenfest und anderen Festivitäten oder zu privaten Anlässen wie Hochzeiten oder runden Geburtstagen - Koller hat mit seiner Drehorgel tausende von Menschen erfreut. Präsent war er mit seinem Instrument oft auch bei volksmusikalischen Konzerten in der Festhalle. Daraus seien gute Bekanntschaften unter anderem mit Maria Hellwig und dem Duo Marianne und Michael erwachsen, erzählt Koller. Seine Auftritte machte er immer zu Gunsten der "Lebenshilfe", für die er in den 25 Jahren seines ehrenamtlichen Wirkens insgesamt mehr als 50 000 Euro eingespielt hat. Angefangen mit dem Orgeln hat der gebürtige Stadthäger und hauptberufliche Fußbodenverleger, als er im Alter von 60 Jahren in den Ruhestand ging. Schon Jahrzehnte zuvor hatte er sich für diese Musikkästen interessiert. Viele Exemplare hat der dem Deutschen Orgelclub angehörende Koller in dieser Zeit selber gebaut. "Erst waren sie mechanisch mit Pfeifen betrieben, irgendwann gab es sie nur noch elektrisch", erzählt er. Hunderte von Liedern hat Koller georgelt, auf speziellen Wunsch von Fans stets neue Lieder nachgerüstet. Selbst am liebsten gespielt hat er den "Schneewalzer", bekennt der Senior. Zu Hause hört der Ruheständler jetzt viel Musik: "NDR Niedersachsen läuft bei mir eigentlich von morgens bis abends."



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