weather-image
22°
Silvester: In der Innenstadt geht es eher ruhig zu / Zahlreiche Gastwirtschaften bleiben geschlossen

Stadthäger feiern Jahreswechsel zu Hause

Stadthagen (han). Prasselndes Silvesterfeuerwerk und ohrenbetäubendes Knallen ist in der Silvesternacht auf dem Stadthäger Marktplatz zu hören und zu sehen gewesen. Dennoch ließ sich nur eine kleine Schar von Feuerwerkern und Passanten in der City der Kreisstadt blicken. Wer in einer Gaststätte auf das neue Jahr anstoßen wollte, wurde erst nach einigemSuchen fündig.

veröffentlicht am 02.01.2008 um 00:00 Uhr

Alexander (11), Nicole Spier (23, M.) und Janina Bredemeier (19)

Khsraw (6), Tamen (5) und Ellahe (3) konnten den Silvesterabend kaum erwarten. Mit leuchtenden Augen beobachteten sie, wie ihr Vater Nasir Khalili auf dem Marktplatz Raketen in den Himmel schoss. "Heute Mittag habe ich die Feuerwerkskörper gekauft", berichtete der Stadthäger schmunzelnd, "seitdem fragen sie mich in jeder Minute, wann wir endlich mit der Knallerei beginnen können." Bis es soweit war, mussten sich die drei Kinder allerdings damit begnügen, Konfetti aus Plastikpistolen in die Luft zu pusten. Unterdessen nahm ihre Mutter Raihana Khalili die Aktivität ihrer Familie auf Video auf. "In jeder Silvesternacht zeichnen wir eine halbe Stunde auf Video auf", erzählte Nasir Khalili, "und das bereits seit 17 Jahren." Wer Silvester am Tresen feiern wollte, der stand beim "Dudelsack", vorm "Markt 16", am "Cuba Libre", am "Pflaumenbaum" sowie beim Ratskeller und beim "Schwarzen Adler" vor verschlossenen Türen. Im "Kanapee" wurde zwar gefeiert, jedoch in geschlossener Gesellschaft. Anders im "Setzkasten". Bereits draußen war das zu hören, was drinnen Stimmung pur versprach. Rund 70 Gäste tummelten sich auf dichtem Raum und amüsierten sich bei flotter Partymusik. "Die Silvesterpartys im ,Setzkasten' sind klein aber fein", begeisterte sich Henrik Thiesen, "ein echter Geheimtipp!" Für den Betrag von 40 Euro gab es Essen und Getränke "all inclusive" sowie eine Mitternachtssuppe. Gemütlich und ohne Hektik wurde im "Meeting Music-Café" gefeiert. Zahlreiche "Hannover-96"- und "Rot-Weiß-Stadthagen"-Fans gaben sich ein feucht-fröhliches Stelldichein. "Silvester vergnügt man sich kaum noch in Gaststätten", bedauerte einer der Gäste, "vor allem die jungen Leute amüsieren sich lieber im privaten Kreis." Dieselbe Meinung vertrat auch Cora Gerecht, Inhaberin des "La Piazetta", die ihre Silvestergäste mit zwei Menüs zur Auswahl und einem Buffet verwöhnte. "Vielleicht hängt das mit dem Rauchverbot zusammen." Ungezwungenes Beisammensein wurde auch im "Bistro Treff", Am Markt 4, gepflegt. Die rund 40 Besucher, größtenteils Stammgäste, ließen es sich bei Sekt, Bockwurst, Kartoffelsalat und belegten Brötchen gut gehen. "Im vergangenen Jahr waren mehr Gäste da", erzählt Mahmut Tarak, der das Bistro seit 14 Jahren führt. Der Grund? "Es liegt am Rauchverbot", meint Tarak.

Khsraw (6), Tamen (5) und Ellahe (3) lieben Feuerwerke - aber si
  • Khsraw (6), Tamen (5) und Ellahe (3) lieben Feuerwerke - aber sie dürfen diese auf dem Stadthäger Marktplatz nur fröhlich präsentieren, abgefeuert werden sie später von den Eltern.
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare