weather-image
13°
Alte Blumenkübel sollen weg / Platzcharakter betonen / Treffen geplant

Stadtbauamt mit Anliegern einig: Kirchplatz muss aufgewertet werden

Rinteln (wm). Auf dem Marktplatz tobt das Leben, am Kirchplatz fahren meist nur Autos - die Anlieger und Geschäftsleute hier fühlen sich inzwischen regelrecht "abgehängt". Und dafür gibt es ganz konkrete Gründe, schilderte Michael Wethmüller als Sprecher der "Interessengemeinschaft der Einzelhändler und Gewerbetreibenden abseits der Fußgängerzone und des Marktplatzes". Der Kirchplatz werde von Touristen durch die Fahrgasse zwischen Pollern und Blumenkübeln nicht als Platz, sondern als Straßenraum wahrgenommen, was nicht gerade zum Verweilen einlade. Dazu komme, so Wethmüller: "Die alten, teilweise kaputten Blumenkübel im rustikalen Design sind nicht gerade eine Augenweide."

veröffentlicht am 07.06.2008 um 00:00 Uhr

Viele Radtouristen denken, hinter dem Bürgerhaus komme nichts me

Stimmt, räumte Tiefbauamtsleiter Helmut Leppin gestern in einem Gespräch unumwunden ein: Die Verkehrsberuhigung am Kirchplatz war 1982 eine der ersten Maßnahmen. Hier müsse tatsächlich wieder etwas passieren. Die Anlieger, schilderte Wethmüller, haben schon ganz konkrete Ideen: Die alten Blumenkübel sollten in dieser Formation weg, dafür zwei Halbkreise um die Gastwirtschaft und das Café geschaffen werden, wo man Stühle und Tische aufstellen kann, was gleichzeitig den Verkehr bremst. Außerdem müssten die Parkplätze neu geordnet werden - nicht mehr in langer Reihe, was den Straßencharakter betone. Auch die Poller zum Marktplatz, die Fußgänger als Grenze wahrnehmen, sollten weg, Wethmüller: "Die wirken wie eine Mauer!" Leppin schilderte, im Bauamt habe man sich schon auf die Suche nach "schickeren Blumenkübeln gemacht, modern und beleuchtet", es gebe auch noch ein paar andere Ideen, aber letztlich sei es auch eine Frage des Geldes, hier müssten Politik und Verkehrsbehörde zustimmen, denn die Durchfahrt zur Engen Straße müsse auf alle Fälle erhalten bleiben. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass der Kirchplatz auch als Messestandort, für die diversen Feste, den Wochenmarkt und bei besonderen Anlässen von der Kirche als Parkplatz gebraucht werde. Am besten wäre es, so Leppin, alle Parteien setzten sich gemeinsam an einen Tisch, um über Lösungen nachzudenken, Bauamt, Verkehrsbehörde, die Kirche als Grundeigentümer und die Anlieger. Wethmüller sieht die Situation grundsätzlich positiv, denn einiges, was sich die Interessengemeinschaft vorgenommen hatte, sei schon realisiert worden und einiges soll in naher Zukunft noch umgesetzt werden. So sei ein ansprechender Flyer erstellt worden, der Turm an der Stadtmauer beleuchtet, ein Taxihalteplatz in der Mühlenstraße geschaffen worden. Auch auf der Rintelner Homepage finde man mittlerweile das "Altstadtflair". Das nächste Treffen der "Altstadtflairer" soll übrigens am Montag, 30. Juni, in der "Walliser Kanne" stattfinden - Interessenten willkommen. Eine weitere Aufwertung wird der Kirchplatz ohnehin noch erfahren: Wie Richard Hartinger junior gestern auf Anfrage bestätigte, werde das Projekt Geßnersches Haus plus Anbau weiter verfolgt. Ende dieses Monats sollen die Pläne vorgestellt werden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt