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Stadtwerke: Reduzierung um 40 000 Euro allein bei Heizenergie von zehn Großverbrauchern

Stadt verschleudert reichlich Energie

Bückeburg (bus). Eine von den Stadtwerken Schaumburg-Lippe erstellte energetische Bewertung der städtischen Liegenschaften offenbart enorme Einsparpotentiale. Die während der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Bau und Umwelt präsentierten Reduzierungsmöglichkeiten wurden zwar vom Ausschussvorsitzenden Bernd Insinger als "erschreckend wenig" charakterisiert, machen aber - nach den aktuellen Tarifen auf Grundlage der Jahresverbräuche 2004 bis 2006 berechneten Preisen - allein für die zehn Gebäude mit dem größten Handlungsbedarf pro Jahr rund 40 000 Euro pro Jahr aus.

veröffentlicht am 30.10.2007 um 00:00 Uhr

Matthias Sasse (stehend) erläutert dem Bauausschuss die von den

"Ich hatte auf ein höheres Potenzial gehofft", erläuterte Insinger seine Kommentierung. Man dürfe aber angesichts stetig steigender Energiekosten "nicht auf die 40 000 Euro schielen". Die Enttäuschung des Vorsitzenden mag aus der Tatsache herrühren, dass die Untersuchung bei weitem nicht alle im Besitz der Stadt befindlichen Gebäude umfasst und lediglich die von den Stadtwerken kontrollierbare Heizenergie berücksichtigt. Berichterstatter Matthias Sasse nannte als "nicht betrachtete Objekte" unter anderem die Tourist-Information, den Schießstand Meinsen, die Begegnungsstätte, den Schießstand Cammer, das Dorfgemeinschaftshaus Rusbend und den Gastronomiebetrieb "Ratskeller". Einige dieser Häuser gelten wegen der eingesetzten Energieart (Strom, Öl, Kohle) als besonders kostenintensiv. In der "Hitliste" der nach diversen Unterkriterien erstellten Stadtwerkeskala nehmen die Kindertagesstätte Unterwallweg (Verbrauch: 117 480 Kilowattstunden pro Jahr), das Stadthaus I (106 126) und die Anlage Jahnsportplatz (101 956) die vorderen drei Ränge ein. Insgesamt betrachtet gebührt unterdessen der mit einer aus dem Jahr 1984 stammenden Anlage gemeinsam beheizten Kombination Grundschule/Turnhalle Meinsen (69 056 plus 65 340 Kilowattstunden) der erste Platz. Sasse nannte als mögliche weitere Vorgehensweisen die Erstellung eines Energiesparkonzeptes mit den Inhalten Analyse der kritischen Objekte, Überprüfung und gegebenenfalls Korrektur der Heizungseinstellungen, Projekt "Schule spart Energie" und Einsatz von Heizungsmanagementsystemen. In der Objektanalyse könnten Kostenbetrachtungen (Energie und Unterhaltung), Energieverbrauchsentwicklungen einzelner Liegenschaften, Aufbau von Analysen auch für Wasser und Strom sowie thermografische Untersuchungen erfasst werden. Ebenfalls von Sasse empfohlen: "Laufendes Jahresreporting." "Wir hoffen und warten auf möglichst konkrete Vorschläge, und wir benötigen genau belegbare Zahlen", fasste Insinger seine in unverfängliche Worte gekleidete Enttäuschung zusammen. Wortmeldungen von Wolfhard Müller (Einspareffekte günstiger Kredite nutzen), Ludwig Pohl (Hofapotheken-Zahlen wohl nicht mehr gültig), Edeltraut Müller (Kältestoppschleusen anlegen) und Baubereichsleiter Karlheinz Soppe (Hausmeister schulen) vermochten es nicht, der Miene des Ausschussvorsitzenden wesentlich zufriedenere Züge zu verleihen.



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