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Neue Doppelstrategie: "Das eine tun und das andere nicht lassen"

Stadt plant "Familienzentrum" - Mehrgenerationenhaus in "Apo"?

Stadthagen (ssr). Die Planungen für ein "Familienzentrum" in Stadthagen haben Fahrt aufgenommen. Das Grundkonzept der Angebote steht. Stadt, Kinderschutzbund, Arbeiterwohlfahrt (Awo) und Landkreis gehen jetzt an den Feinschliff. Die Verwaltung drängt auf eine baldige Umsetzung. Parallel dazu möchte die "Alte Polizei" (Apo) als "Mehrgenerationenhaus" anerkannt werden und beantragt dazu Bundeszuschüsse. "Wir sollten das eine tun und das andere nicht lassen", kommentierte Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) die Doppelstrategie.

veröffentlicht am 08.05.2007 um 00:00 Uhr

Hatten sich SPD und CDU im Kommunalwahlkampf noch darüber gestritten, ob die geplante familienunterstützende Einrichtung als "Familienzentrum" oder als "Mehrgenerationenhaus" gestaltet werden sollte, scheint nun sogar eine Doppellösung möglich zu sein. Wie in der ersten Sitzung des neu gebildeten Ratsausschusses für Jugend, Familie, Gesundheit und Sport deutlich wurde, beantragt die "Alte Polizei" einen Bundeszuschuss von 40 000 Euro pro Jahr für speziell generationsübergreifende Angebote. Wie Apo-Geschäftsführer Klaus Strempel mitteilte, endet die Antragsfrist bereits Mitte Mai, so dass Eile geboten sei. Der Apo-Vorstand sei auf Grund der Voraussetzungen der Einrichtung - 60 Gruppen aller Altersklassen treffen sich dort regelmäßig- überzeugt davon, unter dem Motto "Mehrgenerationenhaus" sinnvoll arbeiten zu können. Für das geplante "Familienzentrum" hat sich eine Grundstruktur mit drei Bereichen herausgeschält: Offener Bereich: Hier ist an eine Caféteria gedacht und an ein rund um die Uhr besetztes Service-Telefon. Darüber hinaus soll es feste Sprech- und Beratungszeiten für Experten (etwa Kinderärzte) oder Kooperationspartner (beispielsweise Migrantenvereine) geben. Beratung: Angesiedelt werden sollen hier große Teile des Beratungsangebotes der Awo (etwa Eltern-, Kur-, Schwangeren-, Jugend- und Integrationsberatung) und des Kinderschutzbundes. "Mehr als es davon jetzt gibt und besser aufeinander abgestimmt, muss die Devise heißen", gab Hellmann die Richtung vor. Betreuung: Hier spielen u.a. die Stichworte Ferienbetreuung, betreute Spielgruppe für Kinder ab zwei Jahren, die Elternschule des Kinderschutzbundes oder eine Notfallbetreuung in Zusammenarbeit mit der Kinderbetreungsagentur (Kiba) eine Rolle. Hellmann sagte, im städtischen Haushalt für 2007 stünden zunächst 30 000 Euro dafür bereit. Dauerhaft seien Teilzuschüsse von Bund und Land zu erwarten, ebenso könne Geld der Wohlfahrtsverbände und des Landkreises einfließen.



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