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45 Hamelner sollen im „Forum Fußgängerzone“ mitarbeiten / Anmeldung bis zum 12. Juni

Stadt macht Ernst mit der Bürgerbeteiligung

Hameln (ni). Das „Forum Fußgängerzone“ nimmt konkrete Formen an. Am 22. Juni können Hamelner Bürger offiziell mitreden bei einem Thema, an dem sich Politik und Verwaltung bislang ohne große Fortune versucht haben. Wer unter der Leitung eines Moderators an der Weiterentwicklung der Planung zur Neugestaltung der Fußgängerzone mitarbeiten möchte, kann sein Interesse ab sofort bei der Stadt Hameln anmelden.

veröffentlicht am 03.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.12.2009 um 14:01 Uhr

Fußgängerzone
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Vor drei Wochen hatte Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann angekündigt, ein „Forum Fußgängerzone“ einberufen zu wollen. Jetzt stehen die Rahmenbedingungen für diese Veranstaltung: Sie findet Montag, 22. Juni, ab 18 Uhr in den Tagungsräumen des Hotels „Stadt Hameln“ statt; als Moderator hat die Stadt den Architekten und Stadtplaner Reinhard Drees aus Bielefeld verpflichtet. „Herr Drees verfügt über hervorragende Referenzen, gerade auch auf dem Gebiet der Moderation und Mediation“, begründet Lippmann die Entscheidung, Drees mit der schwierigen Aufgabe zu betrauen, die in der Bevölkerung äußerst kontrovers diskutierte Planung doch noch in eine konsensfähige Richtung zu lenken.

300 Einwohner werden angeschrieben

Insgesamt 45 Hamelner Bürger sollen im „Forum“ mitarbeiten. Dazu ist eine verbindliche Anmeldung bei der Stadt Hameln erforderlich. Um ein möglichst breites Meinungsspektrum zu erhalten, wählt die Stadt zusätzlich per Zufallsgenerator 300 Bürger aus der Einwohnermeldedatei aus und schreibt sie persönlich an; auch sie müssen sich bei Interesse verbindlich anmelden. Sollten sich insgesamt mehr Bürger melden als Plätze zur Verfügung stehen, entscheidet das Los.

Neben den Bürgern soll das Forum mit je fünf Vertretern des „Zweckbündnisses“ sowie der Anlieger und Einzelhändler aus der Fußgängerzone besetzt werden; es nehmen außerdem fünf Schüler teil, zehn Ratsmitglieder und fünf Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Diese Zusammensetzung des Gremiums repräsentiere „einen guten Querschnitt der Bevölkerung“, ist Lippmann überzeugt. Die Oberbürgermeisterin erwartet von dem großen runden Tisch „engagierte Diskussionen“ und hofft, „dass wir am Ende Verbesserungen gegenüber der aktuellen Planung erreichen können“. Dabei setzt sie vor allem auf die Erfahrung von Reinhard Drees. „Es hängt ganz entscheidend vom Geschick des Moderators ab, wie eine solche Veranstaltung verläuft“, weiß die Rathaus-Chefin. Verwaltung und Politik sollten im Forum keineswegs eine führende Rolle übernehmen, sondern sich in den Diskussionen zurücknehmen. „Hier kommt es vor allem darauf an, wie Bürgerinnen und Bürger die bisherige Planung bewerten und welche Verbesserungsmöglichkeiten sie sehen“, betont Lippmann.

Viereinhalb Stunden sind für das Forum angesetzt. Den Schwerpunkt bilden Diskussionen in Kleingruppen, an deren Ende ein Resümee erarbeitet werden soll. Sollte die Zeit nicht ausreichen, schließt Lippmann eine Fortsetzung der Veranstaltung zu einem späteren Termin nicht aus. „Niemand soll mit dem Gefühl nach Hause gehen, nicht zu Wort gekommen zu sein“, so die Oberbürgermeisterin.

Wer an einer Mitarbeit im Forum interessiert ist, kann eine E-Mail an stadtplanung@hameln.de senden oder eine Postkarte an die Stadt Hameln, Abteilung Stadtentwicklung und Planung, Rathausplatz 1, 31785 Hameln, schicken. Anmeldeschluss ist der 12. Juni.



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