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Todenmann in Aufruhr: Firma plant Einzug in Bergmannsglück

Stadt gibt Entwarnung: Zunächst nur Probesprengen

Todenmann (clb). Die Nachricht, dass das Unternehmen "DYNAenergetics" aus dem Siegerland in die Kleinenbremer Grube Bergmannsglück im früheren Steinbruch Schiewe einziehen und unterirdische Sprengungen vornehmen will (wir berichteten), versetzte den Todenmanner Bürgern einen gehörigen Schrecken.

veröffentlicht am 26.06.2007 um 00:00 Uhr

Die Stadt Rinteln hat jetzt Entwarnung gegeben: "Wir machen zunächst eine Probesprengung, bei der das Bergamt sowie die Städte Rinteln und Porta Westfalica anwesend sein werden, um nach dem Rechten zu sehen", beruhigte Rintelns Erster Stadtrat Jörg Schröder. Die Firma habe noch nicht mal einen Antrag gestellt, es gebe also keinen Grund zur Aufregung. Beunruhigt zeigten sich von den Todenmanner Einwohnern vor allem Herbert Limberg und Klaus Helmentag. Limberg, der sich gemeinsam mit der Feuerwehr-Seniorengruppe Gedankenüber dieses Thema gemacht hatte, warf einige Fragen auf, die seiner Meinung nach vorab geklärt werden müssten: Erfolgen die Sprengungen im offenen Steinbruch oder im Berg? Wie hoch sollen die Erschütterungen sein? Sind die Häuser in der oberen Alten Poststraße von den Erschütterungen betroffen? Wo bleiben Staub und Pulverdampf? Zudem sollte seiner Meinung nach geklärt werden, wie das Genehmigungsverfahren abläuft und ob die betroffenen Bürger daran beteiligt werden. Auch Klaus Helmentag hatte sich als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Gedanken zu dem Thema gemacht. In seinem Schreiben an den Ersten Stadtrat erklärt er seine Beweggründe: "Mit Bergmannsglück haben wir in Todenmann in der Vergangenheit nicht nur positive Erfahrungen machen müssen. Man denke nur an beabsichtigtes Einbringen von Flugaschen in den Berg, die Renaturierung des Steinbruchs und den Abbau und Transport von produziertem Mineralgestein." Durch den Hubschrauberlärm, das hohe Verkehrsaufkommen und den Tonabbau seien die Bürger mit Lärmemissionen grenzbelastet, so Helmentag. Wenn jetzt noch kontinuierliche Sprengungen hinzukommen, sei das Maß endgültig voll.



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