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Auetals Feuerwehren verabschieden sich in einer Feierstunde von ihrer Bürgermeisterin

St. Florian zum Abschied für Ursula Sapia

Auetal (kdt). Für ein paar Stunden waren die zehn Auetaler Ortsfeuerwehren am vergangenen Wochenende nur bedingt einsatzfähig. Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold hatte seine Ortsbrandmeister und Stellvertreter mit Ehepartnern zu einem geselligen Abend in das Feuerwehrhaus nach Schoholtensen eingeladen. Zumeinen galt es, Dank zu sagen für die vielen ehrenamtlichen Stunden, die die Feuerwehrleute im zu Ende gehenden Jahr geleistet hatten, und zum anderen wollten die Blauröcke Bürgermeisterin Ursula Sapia verabschieden.

veröffentlicht am 18.10.2006 um 00:00 Uhr

Zur Verabschiedung erhält die scheidende Bürgermeisterin Ursula

Sapia stand nach der Kommunalwahl ein letztes Mal vor ihren Brandschützern, denn Ende Oktober endet ihre Amtszeit mit der Übergabe der Geschäfte an ihren Nachfolger Thomas Priemer. Sie nahm die kleine Feierstunde aber auch zum Anlass, im Beisein von Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote, Ex-Gemeindedirektor Erich Hilker sowie Vertretern der heimischen Wirtschaft ihre Verbundenheit mit der Feuerwehr zum Ausdruck zu bringen und die geleistete Arbeit der Feuerwehrleute zum Wohle der Bürger zu würdigen. "In meiner Zeit als ehrenamtliche Bürgermeisterin in den Jahren von 1989 bis 1996 konnte ich durch die Teilnahme an den Kommandositzungen, den Jahreshauptversammlungen sowie bei den Wettbewerben einen für mich wichtigen Einblick in die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren bekommen, was mir in der hauptamtlichen Phase für viele Entscheidungen sehr hilfreich war", so die Bürgermeisterin, die in ihrer Amtszeit drei wichtige "Bausteine" vollendet hat. Da war zum einen die Einführung der Budgetierung für den finanziellen Rahmen der Grundausstattungen. Ein zweiter Baustein war die Entscheidung, die Feuerwehrgebäude, die nicht mehr zeitgemäß waren, zu sanieren und umzugestalten. Die neu anzuschaffenden Fahrzeuge wurden immer größer und breiter und viele Garagen entsprachen schon bald nicht mehr der Norm. Als dann das neue Gebäude für die Feuerwehr Rehren-Westerwald im Industriegebiet fertig war, keimte der Gedanke auf, Zug um Zug die anderen Gebäude zu sanieren. Inzwischen sind neben Rehren die Häuser in Schoholtensen, Antendorf, Escher, Hattendorf und Rannenberg mit tatkräftiger Unterstützung und enormer Eigenleistung der Ortsfeuerwehren selbst fertig gestellt. Zurzeit läuft der Um- und Erweiterungsbau bei der Feuerwehr in Rolfshagen. Der dritte Baustein war für Ursula Sapia die große Aufgabe, Menschen zu finden und zu motivieren, ehrenamtliche Arbeit zu übernehmen. "Deshalb - und die wird ja von Euch allen gefördert - ist die Jugendarbeit in den Feuerwehren eine große Aufgabe, der wir uns alle stellen müssen, denn die demographische Entwicklung zeigt, dass der Fundus immer kleiner wird." Der neue Bürgermeister der Gemeinde Auetal ist sich dieser Aufgabe bewusst und kündigte weitere Unterstützung seitens der Gemeinde an. "Trotz finanzieller Belastung werde ich weiterhin, und da können mich alle beim Wort nehmen, alles für die Feuerwehren tun", sagte Priemer. Worte, die der Gemeindebrandmeister gern zur Kenntnis nahm, bevor er Bürgermeisterin Ursula Sapia in Anerkennung ihrer Leistungen und in Würdigung der guten Zusammenarbeit eine Holzstatue des heiligen St. Florian überreichte. Bei Amtseintritt hatte er vor zehn Jahren der Bürgermeisterin den Schutzpatron der Feuerwehr schon in Aussicht gestellt. Damals allerdings mit dem Wunsch, sich die "Sporen" bei den Kameraden erst noch zu verdienen.

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