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Spucken von Ascacibar Aufreger - Havertz trifft für Bayer

Stuttgart (dpa) - Leverkusens Stürmer Kevin Volland regte die Spuck-Aktion von Stuttgarts Santiago Ascacibar mächtig auf.

veröffentlicht am 13.04.2019 um 19:19 Uhr
aktualisiert am 17.04.2019 um 17:10 Uhr

Leverkusens Kai Havertz verwandelt den Elfmeter zum 1:0 und sorgt damit für das Tor des Tages. Foto: Marijan Murat

Autor:

Kristina Puck, dpa

«Solche Leute braucht man nicht in der Bundesliga», schimpfte der Angreifer nach dem 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg von Bayer beim VfB und fuhr fort: «Das ist unterste Schublade.» VfB-Trainer Markus Weinzierl hatte die entscheidende Szene in der Nachspielzeit rund eine Stunde nach dem Spielende noch nicht gesehen, war nach der nächsten Niederlage im Abstiegskampf aber ebenfalls verärgert: «Er hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen», kritisierte der Coach: «So etwas darf nicht passieren. Du musst deine Emotionen im Griff haben.»

Der 22-jährige Ascacibar hatte seine Nerven offenbar nicht im Griff und spuckte in Richtung des Leverkusener Siegtorschützen Kai Havertz. «Das passt dann ins Bild», kommentierte VfB-Rechtsverteidiger Andreas Beck. Der Druck auf den schwäbischen Tabellendrittletzten hat vor dem Auswärtsspiel am kommenden Wochenende beim Abstiegskonkurrenten FC Augsburg weiter zugenommen. Die nächste Niederlage machte wenig Mut, die Relegation doch noch zu umgehen. Zum Glück für den VfB hatte der Tabellen-17. Nürnberg am Freitag nicht gegen Schalke gewonnen, rückte aber durch das 1:1 bis auf drei Punkte heran. Nach der Verpflichtung des früheren Dortmunder Chefscouts Sven Mislintat als Sportdirektor verpasste es der VfB, auch sportlich zu überraschen.

Nationalspieler Havertz machte mit seinem verwandelten Strafstoß (64. Minute) die Hoffnungen der Schwaben auf einen Punktgewinn zunichte. Nach zuvor drei Niederlagen bewahrte der 19-Jährige die Elf von Trainer Peter Bosz in seinem 100. Pflichtspiel für Bayer damit auch vor einem weiteren Rückschlag im Rennen um die Europa-League-Plätze.

Der VfB Stuttgart blieb in der Offensive vor 53.657 Zuschauern viel zu harmlos. Dabei hatte VfB-Trainer Weinzierl eine Woche nach dem 1:1 im Abstiegsduell mit Nürnberg seine Elf auf drei Positionen umgestellt. Gonzalo Castro kehrte nach einem Bündelriss im Adduktorenbereich überraschend früh zurück und sollte mit Spielmacher Daniel Didavi das Angriffsspiel beleben. Stürmer Nicolás González erhielt anstelle von Mario Gomez das Vertrauen.

Didavi, der erstmals seit zwei Monaten wieder von Beginn an spielte, leitete immerhin die erste gute Chance für die Gastgeber ein, als er Alexander Esswein in Szene setzte. Doch der Schuss des Flügelspielers stellte Bayer-Torhüter Lukas Hradecky nicht vor große Probleme (16.). 

Leverkusen machte zu wenig aus seinem Ballbesitz und brachte die VfB-Defensive kaum in Gefahr. Dann konnten sich die Stuttgarter aber bei dem ehemaligen Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler bedanken, dass sie mit einem torlosen Remis in die Pause gingen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff lenkte der 30-Jährige einen Schuss aus rund zehn Metern von Kevin Volland mit einer glänzenden Reaktion über die Latte und bewahrte seine Elf vor einem Rückstand. Ein Abschluss von Nationalspieler Havertz kullerte zuvor am Pfosten vorbei (39.).

In der zweiten Halbzeit war Leverkusen spielerisch weiter die bessere Mannschaft. Die Führung fiel aber erst dank Stuttgarter Mithilfe. Nach einem Foul von Castro an Volland an der Strafraumgrenze entschied Schiedsrichter Tobias Stieler auf Elfmeter. Der 19-jährige Havertz ließ Zieler keine Chance. Weinzierl brachte Erik Thommy und Anastasios Donis sowie in den Schlussminuten auch noch Gomez, gefährliche Chancen sprangen nicht heraus. Zieler musste auf der Gegenseite noch gegen Volland (74.) und Lucas Alario (83.) parieren.



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