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Mit 36 Prozent

Springer steigt bei Medien-Startup von Gabor Steingart ein

Berlin (dpa) - Der Journalist und Autor Gabor Steingart bekommt für sein Medien-Startup rund um «Steingarts Morning Briefing» und den gleichnamigen Podcast finanzstarke Hilfe: Das Medienhaus Axel Springer steigt mit 36 Prozent bei Steingarts neugegründeter Media Pioneer Publishing GmbH ein.

veröffentlicht am 07.05.2019 um 13:04 Uhr
aktualisiert am 11.05.2019 um 10:50 Uhr

«Steingarts Morning Briefing» ist mit knapp 400.000 Streams pro Woche Deutschlands führender täglicher Podcast für Politik und Wirtschaft. Foto: Lukas Schulze

In dieser «journalistischen Partnerschaft» werde Springer auch gemeinsame Projekte mit dem früheren «Handelsblatt»-Herausgeber entwickeln, kündigte Vorstandschef Mathias Döpfner am Dienstag in Berlin an.

Axel Springer wird auch beim Ausbau von Reichweite und Technologie helfen, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung weiter hieß. Das Projekt sei «spannend und innovativ» und setze vollkommen auf Leserbeteiligung ohne Werbung, sagte Döpfner.

Dazu gehören ein Club-Modell, Veranstaltungsangebote, eine Akademie für «demokratischen Journalismus» und die Möglichkeit für Leser, sich über Aktien am Projekt zu beteiligen.

Herzstück des neuen Unternehmens soll ein Schiff werden: Die «Pioneer One» soll ab 2020 im Regierungsviertel eine Plattform für Gespräche mit Lesern und Nutzern sein. Das 40 Meter lange und sieben Meter breite Schiff mit Elektroantrieb soll mit Newsroom, Tonstudio und Veranstaltungsbereich auf der Spree unterwegs sein. Club-Mitglieder und Anteilseigner erhalten exklusive Zugänge.

Seit Juni 2018 veröffentlicht Steingart den Newsletter «Steingarts Morning Briefing», der nach Angaben von Media Pioneer täglich mehr als 100.000 Leser erreicht. Der Podcast ist nach dessen Angaben mit knapp 400.000 Streams pro Woche Deutschlands führender täglicher Podcast für Politik und Wirtschaft. Das Team arbeite derzeit mit mehr als 20 Medienexperten und Journalisten in Berlin sowie Korrespondenten in den USA und China.

Unterstützt wird Steingart in Zukunft vom bisherigen Chefredakteur der «Rheinischen Post», Michael Bröcker. Er werde spätestens ab Oktober 2019 das redaktionelle Tagesgeschäft sowie die Entwicklung weiterer Angebote verantworten. Ingo Rieper, zuletzt Finanzchef der Handelsblatt-Gruppe, wird als Vorstandsvorsitzender das operative Geschäft verantworten. Steingart werde sich als Herausgeber auf den Ausbau des journalistischen Angebots konzentrieren.

Steingart und das Management halten 54 Prozent an dem neuen Unternehmen. Zehn Prozent der Aktien sollen nach der Umwandlung der GmbH in einer AG den Nutzern zum Kauf angeboten werden.



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