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Riesengebirge und Breslau lockte viele Teilnehmer zu der siebentägigen Fahrt

Springer Landfrauen in Schlesien

Springe. Eine siebentägige Fahrt des Springer Landfrauenvereins nach Schlesien ins Riesengebirge und nach Breslau erweckte großes Interesse. So starteten die Landfrauen und -herren mit zwei Bussen.

veröffentlicht am 02.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 17:19 Uhr

Ausgangspunkt in Schlesien war das Hirschberger Tal mit seinen 30 Burgen, Schlössern und Herrenhöfen. Fast in jedem Dorf befinden sich Residenzen, die von Parks und Gärten umgeben sind. Im 19. Jahrhundert nannte man dieses Gebiet „Schlesisches Elysium“.

Das Panorama des Riesengebirges konnten die Teilnehmer bei einer Rundfahrt erleben. Eine neue Kabinenbahn brachte sie in zwei Abschnitten in 16 Minuten auf die Schneekoppe mit 1603 Meter Höhe. Über den Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen Polen und Tschechien. 1681 wurde die barocke Laurentiuskapelle von den Grafen von Schaffgotsch errichtet. In Bad Warmbrunn blickten die Teilnehmer auf das Schloss der Familie von Schaffgotsch. In der Pfarrkirche St. Johannes des Täufers gab es ein Orgelspiel, das spontan von dem Reiseleiter in sonorem Bass begleitet wurde. Herzstück Hirschbergs ist der Rathausplatz mit dem Neptunbrunnen – umgeben von barocken Patrizierhäusern mit Laubengängen. Die Gnadenkirche zum Kreuze Christi entstand als Gnadenbeweis für schlesische Protestanten im Jahr 1718 mit 2000 Sitzplätzen. In Krummhübel genossen die Landfrauen ein traditionelles Gericht: polnische Sauermehlsuppe und köstliche Teigtaschen mit Kraut, Fleisch und Quark. Anschließend besichtigten sie die Stabholzkirche Wang aus dem 12. Jahrhundert, die 1841 aus Norwegen an diesem Ort aufgebaut worden war.

Der nächste Tag führte die Reisenden nach Breslau, mit seinen 12 Inseln und 112 Brücken. Besichtigt wurden der St.- Johannes-Dom, die Dominsel und die drei Jahrhunderte alte barocke Aula Leopoldina und der Marktplatz.

Schloss Fürstenstein mit seinen 400 Zimmern ist eines der schönsten Schlösser in Polen: das „Tor nach Schlesien“ hatte eine große strategische Bedeutung, da es die Handelswege von Schlesien nach Böhmen absicherte. In Schweidnitz gibt es einen der größten Fachwerkbauten weltweit zu besichtigen – die protestantische Friedenskirche mit 7500 Steh- und Sitzplätzen. Die prächtige barocke Ausstattung erschlägt einen förmlich in dem dunklen, riesigen Kirchenraum (UNESCO- Weltkulturerbe). Am letzten Tag der Reise ging es im Naturreservat auf Wanderung zum 13 Meter hohen Wasserfall, anschließend im Bus nach Schreiberhau, zur Glashütte Julia und zum Schloss Lomnitz mit der umgebenden Parkanlage von Lenné. Die Wirtschaftsgebäude mit Lädchen regionaler Produkte verführten die Landfrauen zum Einkaufen. Ein gemeinsamer Folkloreabend beider Reisegruppen und ein Tänzchen mit Rübezahl beendeten den Tag.



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