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Integrationsbeirat: Lingnerübergibt an Sahin

Sprachförderung so früh wie möglich

Stadthagen (jcp). Erster Vorsitzendenwechsel beim Integrationsbeirat: Für den früheren Volkshochschul-Vize Jürgen Lingner kommt der Lehrer Timur Sahin. Lingner reicht damit nach nur zwei Jahren das Zepter weiter - wie er es bereits zum Amtsantritt angekündigt hatte.

veröffentlicht am 15.12.2008 um 00:00 Uhr

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2006 hat der Integrationsbeirat der Stadt Stadthagen seine Arbeit aufgenommen. Ihm gehören unter anderem Mitglieder der Volkshochschule und des Türkisch-Islamischen Kulturvereines "Aksa Moschee" an. Ziele des Beirates sind zum Beispiel "die Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen in Kindergarten, Schule und Ausbildung", und der "Abbau von Barrieren und die Förderung des Dialogs zwischen den Bevölkerungsgruppen." Lingner erinnerte sich in seiner Bilanz vor allem an die "vielen Formalitäten", die die Anfangsphase eines solchen Gremiums kennzeichnet. Dazu gehörten etwa die Erstellung einer Geschäftsordnung und das Knüpfen von Kontakten. Insgesamt glaubt Lingner, bereits viele erfolgreiche Projekte des Integrationsbeirates gesehen zu haben. Natürlich laufe nicht immer alles nach Plan: "Von den Ausbildungspaten haben wir uns alle mehr versprochen." Deren Arbeit sei nach einigen Monaten "im Sande verlaufen". Lingners Nachfolger Timur Sahin wurde 1972 in Neuss geboren, sein Vater war türkischer Einwanderer der ersten Generation. Er hat in der Türkei Germanistik studiert und arbeitet als Deutschlehrer in Stadthagen. Gemeinsam mit seinem ebenfalls neu gewählten Stellvertreter Michael Schalich von der "Alten Polizei" - dessen Vorgängerin Arzu Cetin hatte aufgrund ihrer Pflichten als Mutter zweier Kinder ihr Amt zur Wahl gestellt - will Sahin einen künftigen Schwerpunkt der Arbeit des Integrationsbeirates auf die Kindergärten legen: "Integration muss so früh wie möglich ansetzen." Es solle auch das Missverständnis aufgeklärt werden, türkische Kinder würden Deutsch lernen, wenn sie mit ihren türkischsprachigen Eltern von Anfang an nur Deutsch redeten. "Lieber eine Sprache richtig als zwei so halb", erklärte Schalich. Auf dem Fundament "richtiges Türkisch" könnten Lehrer besser aufbauen als auf "falschem Deutsch".



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