weather-image
26°
Jugendring: Zuschuss reicht gerade noch

Sprachförderung: Modellversuch hat sich bewährt

Obernkirchen (rnk). Auch in diesem Jahr kann die Sprachförderung in den Kindergärten Kleistring und Kammweg fortgesetzt werden. Die Stadt Obernkirchen erhält vom Landkreis einen Zuschuss von 22 000 Euro, damit können zwei Erzieherinnen, die jeweils 13,5 Stunden pro Woche die Kinder fördern, finanziert werden.

veröffentlicht am 12.01.2007 um 00:00 Uhr

Nachdem sich das Land aus der Finanzierung der Sprachförderung zurückgezogen hatte - die Kriterien für eine Förderung wurden so hochgeschraubt, dass sie in Obernkirchen nicht mehr erfüllt werden konnten -, ist das Land mittlerweile wieder im Boot: Von den 135 000 Euro, die der Landkreis für das Kindergartenjahr 2006/07 kreisweit ausschüttet, stammen 90 000 Euro vom Land. Nicht nur für Vorsitzende Beate Krantz (CDU) war dies im Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport ein völlig neues Gefühl: "Endlich mal eine Geschichte, bei der die Kommunen nicht im Regen stehen bleiben, weil das Land etwas anstößt und sich dann zurückzieht." Maren Witte und Waltraud Denocke hatten zuvor als Leiterinnen der beiden Kindergärten keinen Zweifel daran gelassen, dass sich die Förderung mehr als bewährt habe. Was Anfang 2003 als Modellversuch begonnen habe, das habe sich super bewährt, erklärt Denocke. Was in der Praxis zu belegen sei: Beim Sprachtest für die Schulaufnahme seien noch zwei Kinder auffällig gewesen,früher hätte die Zahl viel höher gelegen. Kurzum: "Die Sprachförderung ist eine wunderbare Sache, an der wir festhalten sollten." Das wird auch in anderen Kindergärten so gesehen: Waldtraud Denocke wies daraufhin, dass sich vor fast fünf Jahren nur drei Kindergärten am Modellversuch beteiligt hätten. Mittlerweile würden im Landkreis 18 mit der Sprachförderung arbeiten. 17 500 Euro erhält auch in diesem Jahr der Jugendring Obernkirchen. Ein Betrag, so erklärte Kassenwart und Sprecher Sebastian Franz, der gerade noch für die anfallenden Aufgaben ausreiche. Vor drei Jahren hatte der Jugendring noch 20 000 Euro erhalten. 30678 Euro erhält die Kirchgemeinde Obernkirchen als Träger des Spielkreises. Ein bisschen schwieriger gestaltet sich die Unterstützung der "Rasselbande". Aus der Bezuschussung möchte sich der Landkreis zurückziehen, da die Betreuung der Kinder unter drei Jahren eine gemeindliche Aufgabe geworden ist. Grundsätzlich wurde im letzten Jahr vereinbart, dass die Stadt Obernkichen die "Rasselbande" finanziell durch einen vertraglich vereinbarten Festbetrag pro Kind und Monat unterstützt. Allerdings wird sich diese Bezuschussung auf Obernkirchener Kinder beschränken. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, innerhalb der Verwaltung werden mit 20 000 Euro im Jahr gerechnet. Das ist jedenfalls der Betrag, der bei den Haushaltsberatungen als Zuschuss angenommen wird.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare