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Kulturverein: Spaß im Jahnstadion

Sportliche Reise nach Jerusalem - auf Türkisch

Stadthagen (jcp). Bei dem Programm war für jeden etwas dabei - das sechste Jugend- und Sportfest des türkisch-islamischen Kulturvereins hat wieder einmal für kulturübergreifenden Spaß im Jahnstadion gesorgt. Nicht nur bekannte Sportarten wie Fuß- oder Volleyball standen dabei im Mittelpunkt, auch in eher exotischen Disziplinen wie Eierlaufen und Stühleklauen konnten Erwachsene und Kinder sich probieren.

veröffentlicht am 26.05.2008 um 00:00 Uhr

Geschwindigkeit und Konzentration sind gefragt - sonst endet der

Unter den Begrüßungsrednern zu Beginn der Veranstaltung befand sich unter anderem, in diesem Jahr zum ersten Mal und sommerlich in Polohemd und Shorts gekleidet, der Schaumburger SPD-Landtagsabgeordnete Heiner Bartling. Deutsche Vereine hatte man in diesem Jahr nur vier statt wie im Vorjahr acht gewinnen können. "Wir hatten viel Arbeit in letzter Zeit, und da gingen viele Einladungen einfach zu spät raus", bedauerte Ali Ünlü, der Vorsitzende des türkisch-islamischen Kulturvereins. Auf rund 400 schätze Helmut Machule, der auch dieses Mal wieder die Veranstaltung zusammen mit Tuncay Korkmazyigit abwechselnd in deutscher und türkischer Sprache moderierte, die Zahl der Gäste. Zu besten Zeiten seien es in den Vorjahren "an die 1000 gewesen". Aber die Gäste, die gekommen waren, machten bei Spielen wie "Sandalye Kapmaca", dem "Stühleklau", einer türkischen Version der "Reise nach Jerusalem", Stimmung wie 1000. In diesem Fall war das auch nicht schwer, da in der Erwachsenenrunde das finale Duell zwischen Ibrahim Taurikul und Recep Aksu sportlichen Nervenkitzel der Extraklasse bot - zweimal stürzten die Kontrahenten sich beim Ausgehen der Musik auf den letzten verbliebenen Stuhl und gelangten zu einem Unentschieden, bevor Taurikul schließlich mit dem Bruchteil einer Sekunde Vorsprung das Spiel für sich entschied. Ebenfalls mit Feuereifer dabei waren die Kinder, die sich von den Mitgliedern des Stadthäger Vereins "Tu Wat" in der Kunst des "Footbag" unterweisen ließen. "Gerade diese ungewöhnlichen Sachen sind wichtig", sagte Ali Ünlü über die Sport-Präsentation von "Tu Wat". "Wir wollen die Kinder ja für körperliche Bewegung begeistern, und die Botschaft ist: Wenn du dich nicht für Fußball interessiert, dann wartet irgendwo da draußen trotzdem die richtige Sportart auf dich." Zusätzlich zum Sport gab es aber auch Folklore, Musik und jede Menge gutes Essen.

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