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Kreissportbund befragt die Bevölkerung

Sportangebot der Nachfrage anpassen

Landkreis (bes). In den nächsten Tagen erhalten mehr als 6800 Schaumburger im Alter von zehn bis 75 Jahren per Post einen Fragebogen vom Kreissportbund (KSB). Die Umfrage ist Teil der Sportentwicklungsplanung, auf deren Grundlage das Sportangebot im Landkreis verbessert werden soll.

veröffentlicht am 22.11.2008 um 00:00 Uhr

Seit dieser Woche läuft die zweite Phase der Sportentwicklungsplanung des KSB. Bereits im Juni dieses Jahres hatte eine erste Befragung unter knapp 6800 Schaumburgern zwischen zehn und 75 Jahren stattgefunden. Wie damals erhalten auch jetzt etwa 6800 Bürger, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt worden sind, per Post einen Fragebogen. Die mehr als 13 600 Befragten seien zehn Prozent aller Bürger des Landkreises in dieser Altersgruppe, sagte Hagen Rank, Sportwissenschaftler beim KSB, der die Erhebung betreut. Mit der Umfrage will der KSB ermitteln, welche Sportarten und Bewegungsaktivität von den Schaumburgern betrieben werden, welche Anlagen und Angebote sie dazu nutzen und wie sie die Qualität der Sportstätten beurteilen. In der ersten Phase hatten Rank und seine Kollegen mit fast 2400 Antworten einen Rücklauf von 35 Prozent erreicht. Dieser Wert soll in der zweiten Runde gesteigert werden, denn je mehr Fragebögen zurückkommen, desto repräsentativer sei die Umfrage, betonte Rank. Deswegen erhalten die Befragten zehn Tage nach dem Fragebogen ein Erinnerungsschreiben. "Der Hintergrund wird immer aktueller: Wenn zwar 77 Prozent angeben, sie sind bewegungsaktiv, aber nur 20 Prozent Vereinsangebote nutzen, müsste es bei denen mal ,Klick' machen," erklärte Dieter Fischer, Vorsitzender des KSB. Das Ziel der Studie sei es, die Nachfrage zu ermitteln und dann mit den Vereinen und Kommunen ein Angebot aufzustellen, das die Nachfrage auch treffe. Die Sportentwicklungsplanung wird vom KSB zusammen mit den Kommunen Schaumburgs und Sportsoziologen der Universität Wuppertal durchgeführt. Der Landessportbund unterstützt das Projekt finanziell. Für Ende März rechnen Fischer und Rank mit dem Ergebnis der Studie.



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